Deutsche Tageszeitung - Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf

Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf


Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf
Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf / Foto: © AFP/Archiv

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump weicht den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten auf. Die entsprechende Neuregelung des Artenschutzgesetzes wurde am Freitag beschlossen, wie das Innenministerium in Washington mitteilte. Naturschützer reagierten entsetzt und warnten, dass dadurch der Zerstörung von Lebensräumen Tür und Tor geöffnet werde.

Textgröße ändern:

Der sogenannte Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973 regelt den Schutz bedrohter und gefährdeter Arten. Das Gesetz sei jahrelange überdehnt und "missbraucht" worden, erklärte Innenminister Doug Burgum. Dies werde durch die Neuregelung nun nicht mehr möglich sein.

"Jahrelang haben Bundesbehörden das ESA-Gesetz missbraucht, um rechtmäßige Landnutzung zu behindern und amerikanische Familien sowie Unternehmen zu belasten", erklärte Burgum. Die Neuregelung betrifft vor allem eine neue juristische Definition des Begriffs der "Schädigung" von Tieren und Pflanzen und ihren Lebensräumen, wodurch die Schutzvorschriften letztlich weniger strikt werden.

Umweltorganisationen kritisierten, dass die vorgenommene Änderung industrielle Aktivitäten mit schädlichen Auswirkungen auf Ökosysteme erleichtern könnte. Die Organisation Earthjustice kündigte über ihre Anwältin Kristen Boyle an, die von der Regierung verfügte Neuregelung gerichtlich anfechten zu wollen.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

TÜV-Verband: E-Autos in Deutschland "auf dem Weg zum Mainstream"

Elektroautos stehen in Deutschland nach Angaben des TÜV-Verbands vor dem Durchbruch im Massenmarkt. Eine breite Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger fordert laut einer neuen Mobilitätstudie des Verbands außerdem einen stärkeren Ausbau von ÖPNV und sicherer Verkehrsinfrastruktur - gerade auch mit Blick auf schwächere Verkehrsteilnehmer. Eine "heiße Kartoffel" bleibt allerdings die Frage, inwiefern auch Einschränkungen für den Autoverkehr wünschenswert sind.

Prinz Harry zieht sich aus afrikanischer Naturschutzorganisation zurück

Nach dem Bekanntwerden von Menschenrechtsverletzungen durch Mitarbeiter zieht sich der britische Prinz Harry aus dem Vorstand der afrikanischen Naturschutzorganisation African Parks zurück. Die Organisation und Harry seien "einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass nach zehn Jahren der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen ist, den Posten im Rahmen einer routinemäßigen Erneuerung der Führung abzugeben", teilte sein Sprecher am Montag mit.

Während Urlaubs von Bewohnerin: Fledermäuse nisten sich in Bayern in Wohnung ein

Ein gekipptes Fenster und den längeren Urlaub der Bewohnerin haben Fledermäuse ausgenutzt, um sich im bayerischen Günzburg in einer Wohnung einzunisten. Die Frau habe bei der Rückkehr von ihrer Reise am Sonntag etwa 30 Fledermäuse in der Wohnung entdeckt, teilte die Polizei in Kempten am Montag mit. Darunter seien auch frisch geborene Fledermäuse gewesen.

Fangverbot für Hering: EU will Ausnahme für Ostsee-Küstenfischer aufheben

Deutsche Küstenfischer sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission im kommenden Jahr keinen Hering in der Ostsee fischen dürfen. Die Bestandsgröße des Herings in der westlichen Ostsee liege "nach wie vor deutlich unter den Mindestwerten", erklärte die Kommission am Montag. Die Behörde schlägt daher vor, 2027 die bisher geltende "Ausnahme für die kleine Küstenfischerei aufzuheben".

Textgröße ändern: