Deutsche Tageszeitung - Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets

Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets


Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets
Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets / Foto: © AFP

Trotz einer Verbesserung der Lage im Waldbrandgebiet im Osten Belgiens warnen die örtlichen Behörden eindringlich vor dem Betreten des Naturschutzgebiets Hohes Venn. Ein Aufenthalt in den betroffenen Gebieten sei "nach wie vor gefährlich", teilten die zuständigen Behörden der Provinz Lüttich am Freitag mit. So könnten Brandherde im Boden erneut aufflammen, Bäume und Äste herabstürzen und weiter gesundheitsschädliche Rauchgase auftreten.

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Den Angaben zufolge waren auch in der Nacht zu Freitag noch rund 100 Feuerwehrleute, Zivilschutzmitarbeiter sowie Polizisten im Einsatz. Wiederholt mussten Brandherde im Norden und Osten des Gebiets gelöscht werden. Eine mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne hilft den Einsatzkräften dabei, Glutnester zu entdecken.

Die Lage entwickle sich "weiterhin positiv", erklärten die Behörden. Die Arbeit vor Ort sei aber "noch nicht abgeschlossen". Sollte das Wetter es zulassen, soll auch am Freitag aus der Luft gelöscht werden.

Am Donnerstag hatten die Behörden verkündet, dass der Brand "vollumfänglich" unter Kontrolle sei. Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn vernichtete seit Freitag vergangener Woche rund 3000 Hektar Vegetation. Es ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden gekommen war.

Nach Angaben der belgischen Behörden kann es Wochen oder gar Monate dauern, bis in dem Naturschutzgebiet endgültig Entwarnung gegeben werden kann. In Torfmooren wie dem Hohen Venn können Brände noch lange unterirdisch weiter schwelen, auch wenn an der Oberfläche keine Flammen mehr zu sehen sind.

Belgien leidet in diesem Sommer wie große Teile Europas unter Hitze und Trockenheit. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere und intensivere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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