Deutsche Tageszeitung - Rund 400 Menschen demonstrieren in Traismauer gegen Tierleid

Rund 400 Menschen demonstrieren in Traismauer gegen Tierleid


Rund 400 Menschen demonstrieren in Traismauer gegen Tierleid
Rund 400 Menschen demonstrieren in Traismauer gegen Tierleid

Nach neuen Aufnahmen aus einem umstrittenen Mastbetrieb zogen rund 400 Menschen durch Traismauer. Der VGT fordert ein konsequenteres Vorgehen der Behörden.

Textgröße ändern:

Rund 400 Menschen haben am Donnerstagnachmittag in Traismauer im Bezirk St. Pölten-Land gegen die Zustände in einem seit Jahren kritisierten Mastbetrieb demonstriert. Sie folgten einem kurzfristigen Aufruf des Vereins gegen Tierfabriken (VGT).

Der Demonstrationszug führte durch ein Siedlungsgebiet bis vor den Betrieb und endete dort mit einer Mahnwache und Ansprachen. Auf Plakaten forderten Teilnehmer unter anderem die Schließung des Betriebs und kritisierten neben der Tierhaltung auch die Kontrollen durch die Behörden.

Nach Angaben des VGT werden seit 2013 wiederholt Missstände in dem Betrieb dokumentiert. Gegen den früheren Betreiber besteht seit 2023 ein Tierhaltungsverbot. Der Verein behauptet, er habe dennoch weiterhin im Betrieb mit Tieren zu tun gehabt. Inzwischen führt seine Frau den Hof; gegen sie läuft ebenfalls ein Verfahren wegen eines möglichen Tierhaltungsverbots.

Neu veröffentlichte Aufnahmen sollen vernachlässigte Tiere zeigen. Außerdem wird der Betreiberin vorgeworfen, zwei Ziegen mit einer Mistgabel gegen den Kopf geschlagen zu haben. Der VGT kritisiert, die Behörden hätten trotz wiederholter Kontrollen nicht konsequent genug eingegriffen.

Der Verein erklärte, seit seiner Anzeige am Montag, dem 24. August, habe keine neue Kontrolle stattgefunden. Die letzte bekannte Überprüfung sei am 12. August erfolgt. Die veröffentlichten Bilder sollen ebenfalls aus der zweiten Augustwoche stammen. VGT-Vertreter David Richter fordert deshalb engmaschigere Kontrollen und Auskunft darüber, welche Verstöße bei früheren Überprüfungen festgestellt wurden und welche Folgen sie hatten.

Nach Angaben der niederösterreichischen Landesrätin für Natur- und Tierschutz, Susanne Rosenkranz von der FPÖ, wurde der Betrieb in den vergangenen vier Jahren rund 30 Mal kontrolliert. Die Demonstranten verlangten, dass der Fall nicht allein mit einer weiteren Kontrolle abgeschlossen wird.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus

Wegen der durch das Klimaphänomen El Niño verursachten Trockenheit haben nach Honduras auch Panama und El Salvador Dürre-Alarm ausgerufen. In Panama, wo wegen der Trockenheit bereits eine Einschränkung des Schiffsverkehrs auf dem wirtschaftlich bedeutenden Panamakanal angekündigt wurde, sagte Innenministerin Dinoska Montalvo am Dienstag (Ortszeit), die Behörden müssten auf alles vorbereitet sein, was im Zusammenhang mit El Niño noch "kommen könnte".

TÜV-Verband: E-Autos in Deutschland "auf dem Weg zum Mainstream"

Elektroautos stehen in Deutschland nach Angaben des TÜV-Verbands vor dem Durchbruch im Massenmarkt. Eine breite Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger fordert laut einer neuen Mobilitätstudie des Verbands außerdem einen stärkeren Ausbau von ÖPNV und sicherer Verkehrsinfrastruktur - gerade auch mit Blick auf schwächere Verkehrsteilnehmer. Eine "heiße Kartoffel" bleibt allerdings die Frage, inwiefern auch Einschränkungen für den Autoverkehr wünschenswert sind.

Prinz Harry zieht sich aus afrikanischer Naturschutzorganisation zurück

Nach dem Bekanntwerden von Menschenrechtsverletzungen durch Mitarbeiter zieht sich der britische Prinz Harry aus dem Vorstand der afrikanischen Naturschutzorganisation African Parks zurück. Die Organisation und Harry seien "einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass nach zehn Jahren der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen ist, den Posten im Rahmen einer routinemäßigen Erneuerung der Führung abzugeben", teilte sein Sprecher am Montag mit.

Während Urlaubs von Bewohnerin: Fledermäuse nisten sich in Bayern in Wohnung ein

Ein gekipptes Fenster und den längeren Urlaub der Bewohnerin haben Fledermäuse ausgenutzt, um sich im bayerischen Günzburg in einer Wohnung einzunisten. Die Frau habe bei der Rückkehr von ihrer Reise am Sonntag etwa 30 Fledermäuse in der Wohnung entdeckt, teilte die Polizei in Kempten am Montag mit. Darunter seien auch frisch geborene Fledermäuse gewesen.

Textgröße ändern: