Deutsche Tageszeitung - Nüchtern werden und Auto putzen: Polizei bereitet "Wacken"-Fans auf Abreise vor

Nüchtern werden und Auto putzen: Polizei bereitet "Wacken"-Fans auf Abreise vor


Nüchtern werden und Auto putzen: Polizei bereitet "Wacken"-Fans auf Abreise vor
Nüchtern werden und Auto putzen: Polizei bereitet "Wacken"-Fans auf Abreise vor / Foto: © AFP

Nach Tagen im Schlamm hat die Polizei die Besucher des Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken auf die Abreise vorbereitet. Sie forderte am Samstagnachmittag die "Metalheads" auf sicherzustellen, "dass sie ihre Anreise nüchtern und nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln antreten". Denn die Polizei werde am Abreisetag am Sonntag "schwerpunktmäßige Verkehrskontrollen durchführen".

Textgröße ändern:

"Schließlich ist es wichtig, dass die Fahrzeugführer ihre Fahrzeuge vor Antritt der Abreise vom gröbsten Schlamm und Dreck befreien", schrieb die Polizeidirektion Itzehoe in einer Erklärung weiter. Dies sei nötig, "um eine Verschmutzung der Fahrbahn, aber insbesondere auch schwere Schäden am eigenen Fahrzeug, zu verhindern". Die Abreiseroute zur Autobahn sei auch "so eingerichtet, dass die Fahrzeuge einen etwas längeren Weg auf der Landstraße zurücklegen, damit sich die Fahrzeuge sauber fahren".

Das viertägige Wacken Open Air 2023 endet in der Nacht zum Sonntag. Es hatte am Mittwoch begonnen und wurde durch heftigen Dauerregen zu einer Schlammschlacht. Die Veranstalter mussten kurz vor Beginn deswegen einen Einlassstopp verhängen und ließen tausende Fans trotz Tickets nicht mehr auf das morastige Gelände. Schließlich rückte sogar die Bundeswehr mit schwerem Pioniergerät an. Sie verlegte auf dem aufgeweichten Untergrund eine abrollbare Faltstraße, um einen Rettungsweg für etwaige Notfalleinsätze zu schaffen.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Opposition zu Hitzeschutz: Regierung muss handeln - Grüne für Hitzegipfel

Angesichts von Dürre und Niedrigwasser hat die Opposition die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. So pochen die Grünen auf "einen Hitzegipfel" der Bundesregierung mit weiteren wichtigen Akteuren. Derzeit habe Deutschland "beim Hitzeschutz ein Zuständigkeitsproblem", kritisierte die Grünen-Umweltpolitikerin Julia Schneider am Donnerstag. Ein "komplettes Staatsversagen" bei der Klimaanpassung sieht Linken-Fraktionschef Sören Pellmann.

Donau-Niedrigwasser: Rumänien fährt einziges Akw des Landes herunter

Wegen historisch niedriger Pegelstände der Donau ist das einzige Atomkraftwerks Rumäniens am Donnerstagmorgen heruntergefahren worden. Nach der Abschaltung des ersten Reaktors des Atomkraftwerks Cernavoda Ende Juli müsse "aufgrund des erheblichen und anhaltenden Rückgangs des Wasserstands der Donau" nun auch der zweite Reaktor heruntergefahren werden, teilte das staatliche Atomenergieunternehmen Nuclearelectrica mit. Das Atomkraftwerk benötigt das Wasser der Donau zum Kühlen.

Niedrigwasser: Rumänien beginnt Abschaltung von Atomkraftwerk

In Rumänien hat am Donnerstagmorgen die Abschaltung des einzigen Atomkraftwerks des Landes wegen historisch niedriger Pegelstände der Donau begonnen. Nach der Abschaltung des ersten Reaktors des Atomkraftwerks Cernavoda Ende Juli müsse "aufgrund des erheblichen und anhaltenden Rückgangs des Wasserstands der Donau" nun auch der zweite Reaktor heruntergefahren werden, teilte das staatliche Atomenergieunternehmen Nuclearelectrica mit. Das Atomkraftwerk benötigt das Wasser der Donau zum Kühlen.

RKI: Zahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals gestiegen

Die Zahl der Hitzetoten in diesem Sommer hat sich noch einmal erhöht. Mittlerweile liegt sie bei 12.500, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Ausgewertet wurden Daten bis zum 2. August. 2026 ist laut RKI ein Rekordjahr, was hitzebedingte Sterbefälle angeht. Die bislang höchste Zahl an Hitzetoten wurde 2018 mit geschätzt 8900 Fällen registriert.

Textgröße ändern: