Deutsche Tageszeitung - Noch bis Freitag Sturm und Unwetter möglich - dann folgt Wetterumschwung

Noch bis Freitag Sturm und Unwetter möglich - dann folgt Wetterumschwung


Noch bis Freitag Sturm und Unwetter möglich - dann folgt Wetterumschwung
Noch bis Freitag Sturm und Unwetter möglich - dann folgt Wetterumschwung / Foto: © AFP/Archiv

Nach Unwettern mit Sturm, Regen und Hagel in Teilen Deutschlands bringt das Wochenende einen Wetterumschwung mit sich. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag mitteilte, zieht zuvor am Freitag die schwül-warme und gewitterträchtige Luft in Richtung Nordosten und kann in vielen Landesteilen noch einmal für teils kräftige Gewitter sorgen. Vereinzelt seien auch extreme Unwetter mit Regenmengen um 50 Liter pro Quadratmeter möglich.

Textgröße ändern:

Die Temperaturen werden am Freitag nur noch auf bis zu 30 Grad Celsius klettern. Im Nordwesten fließt dann bereits etwas kühlere Atlantikluft ein.

Am Wochenende bleibt die schwül-warme Luft im Süden noch erhalten, dort zieht zeitweise schauerartiger, teils auch noch gewittriger Regen durch. Die Unwettergefahr ist jedoch geringer als an den Vortagen.

Ansonsten fließt trockenere und kühlere Luft ein, so dass die Temperaturen auf 20 bis 25 Grad zurückgehen. Im Norden mutet das Wochenendwetter dem DWD zufolge "sogar teils frühherbstlich an".

Zum Start in die neue Woche liegt Deutschland der Prognose zufolge in einer nordwestlichen Strömung, mit der weiterhin recht kühle Atlantikluft hineingelangt.

In den vergangenen Tagen wurden verschiedene Teile Deutschlands von heftigen Unwettern getroffen. Mehrere Menschen wurden verletzt, zudem gab es erhebliche Schäden etwa durch überflutete Keller und durch große Hagelkörner.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Westeuropa erlebt heißesten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen

Westeuropa hat in diesem Jahr den heißesten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Die Durchschnittstemperatur für die beiden Monate lag bei 21,62 Grad – und damit über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022, wie das EU-Beobachtungsprogramm Copernicus am Montag mitteilte. Der Wert spiegele "die außergewöhnlich anhaltende Hitze" in diesem Sommer wider, erklärte Copernicus. Die Bodenfeuchtigkeit sei zudem "deutlich niedriger" als im Juli 2022, als die letzte extreme Dürre Westeuropa heimgesucht hatte.

Niedrigwasser: Bilger für Aussetzung von Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw

Zur Vermeidung von Lieferengpässen wegen des derzeit extremen Niedrigwassers in deutschen Flüssen will Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) rasch dafür sorgen, dass wichtige Güter zeitweilig vermehrt über die Straße transportiert werden können. Angesichts der aktuellen Situation gehe es auch um "kurzfristige Maßnahmen wie die Aussetzung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw", sagte Bilger am Donnerstag nach einem Spitzengespräch mit Wirtschaftsvertretern in Bonn. Er werde "sehr kurzfristig mit den Länderverkehrsministern darüber sprechen".

Böden in Deutschland ähnlich trocken wie in Dürrejahren 2018 und 2022

Wegen ausbleibender Niederschläge sind die Böden in Deutschland in diesem Jahr ähnlich stark ausgetrocknet wie in den Dürrejahren 2018 und 2022. Im Süden ist der Untergrund verbreitet sogar noch trockener als in diesen beiden Jahren, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach mitteilte. Dort werde die Lage für Natur und Landwirtschaft "zunehmend kritisch". Flächendeckende Niederschläge deuten sich dem DWD zufolge auch in den kommenden Tagen nicht an.

Bislang fast 12.000 Hitzetote in Deutschland - hohe Sterblichkeit vor allem im Juni

In Deutschland sind in diesem Sommer bereits fast 12.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Bis zum 26. Juli gab es bundesweit schätzungsweise 11.900 Hitzetote, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bisher höchste Wert wurde zuletzt im Jahr 2018 bei geschätzt 8900 hitzebedingten Sterbefällen registriert.

Textgröße ändern: