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Bundeskabinett berät über Besetzung der Bundesbank-Spitze
Das Bundeskabinett berät am Mittwoch (10.30 Uhr) über die neue Besetzung an der Spitze der Bundesbank. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) haben als Nachfolger für Jens Weidmann den Volkswirt Joachim Nagel vorgeschlagen. Die Bestätigung durch das Kabinett ist eine Formsache.
E-Lastwagenbauer Nikola zahlt Geldstrafe von 125 Millionen Dollar
Der US-Elektrolastwagenbauer Nikola zahlt wegen Betrugsvorwürfen eine Geldstrafe von 125 Millionen Dollar (111 Millionen Euro). Das Unternehmen habe Investoren über "seine Produkte, technischen Fortschritte und kommerziellen Aussichten in die Irre geführt", erklärte die US-Börsenaufsicht SEC am Dienstag. Die 2015 gegründete Firma, die die Vorwürfe weder einräumte noch bestritt, kündigte an, die Geldstrafe in fünf Raten zu zahlen.
Kälte und diplomatische Spannungen mit Russland treiben Gaspreis auf Rekordhoch
Die winterliche Kälte und die diplomatischen Auseinandersetzungen mit Lieferland Russland haben den Gaspreis in Europa auf ein Rekordhoch steigen lassen. Am Gasmarkt TTF in den Niederlanden sprang der Preis bis zum frühen Dienstagnachmittag um fast 20 Prozent auf 175,00 Euro pro Megawattstunde. Auch der Preis für britisches Erdgas zur Lieferung im kommenden Monat stieg stark.
Britische Regierung legt Omikron-Hilfspaket für Unternehmen auf
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Corona-Virusvariante Omikron in Großbritannien hat die Regierung am Dienstag ein Extra-Hilfspaket für betroffene Firmen in Höhe von einer Milliarde Pfund aufgelegt. Mit dem Geld (umgerechnet 1,2 Milliarden Euro) können Unternehmen in den besonders hart getroffenen Branchen Gastgewerbe und Unterhaltung Kredite bekommen; zudem übernimmt der Staat bei kleinen und mittleren Betrieben die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Einsatz problematischer Pflanzenschutzmittel wieder gestiegen
Der Einsatz problematischer Pflanzenschutzmittel wie bienengefährlicher Insektizide oder grundwasserkritischer Herbizide ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Der Rückgang in den Jahren 2018 und 2019 sei vermutlich hauptsächlich auf die außergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen, erklärte am Dienstag das Umweltbundesamt (UBA). Für eine "zukunftsfähige Landwirtschaft" schlug die Behörde Maßnahmen zur "deutlichen Reduzierung" von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln vor.
Tourismus in Deutschland vor Corona-Krise für 2,6 Prozent der Treibhausgase verantwortlich
Ob die Beherbergung in Pensionen und Hotels oder die Bewirtung in Restaurants und Eisdielen: Touristische Angebote in Deutschland sind vielfältig und bieten Millionen von Menschen Beschäftigung. Im Vor-Corona-Jahr 2019 erwirtschaftete der Inlandstourismus vier Prozent der gesamten Wertschöpfung Deutschlands, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit einher gehen auch große Mengen an CO2-Emissionen - hier gab es seit 2015 allerdings einen Rückgang.
Rund 22.000 Jobzusagen bei der Deutschen Bahn in diesem Jahr
Die Deutsche Bahn (DB) hat in diesem Jahr rund 22.000 Männern und Frauen eine Stelle zugesagt. Darunter seien rund 5000 Nachwuchskräfte, teilte der Konzern am Dienstag mit. Das eigene Einstellungsziel für 2021 habe die Bahn damit übertroffen - es lag zunächst bei rund 18.000 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ab Juni dann bei 20.000.
Haltungsform-Kennzeichen ab Januar auch auf Milch und Milchprodukten
Verbraucher können ab dem kommenden Jahr das Kennzeichen über die Haltungsform des Tieres auch auf Milch und Milchprodukten finden. Die bei Fleisch und Fleischwaren bekannte Kennzeichnung werde "nach und nach" auf den Milchprodukten des teilnehmenden Einzelhandels zu finden sein, teilte am Dienstag die Initiative Tierwohl mit. Angeboten werden die Produkte demnach bei Aldi, Lidl, Edeka und Netto, Rewe und Penny sowie der Bünting Gruppe in Ostfriesland.
EuGH: Um mehr als eine Stunde vorverlegter Flug gilt als annulliert
Wenn ein Flug um mehr als eine Stunde vorverlegt wird, gilt er als annulliert. Die Vorverlegung durch die Airline könne nämlich für die Fluggäste zu schwerwiegenden Unannehmlichkeiten führen, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg. Passagiere hätten also Anspruch auf die in der Fluggastrechteverordnung vorgesehene Ausgleichszahlung. (Az. C.146/20 u.a.)
Ifo: Gastgewerbe, Veranstaltungswirtschaft und Tourismus kündigen Entlassungen an
Aufgrund der aktuellen Corona-Welle kündigen laut Umfrage des Ifo-Instituts das Gastgewerbe, die Veranstaltungswirtschaft und der Tourismus Entlassungen an. Über alle Branchen sinkt das vom Ifo ermittelte Beschäftigungsbarometer: Deutsche Unternehmen sind im Dezember weniger bereit als im November, neue Mitarbeitende einzustellen, wie das Institut in München am Dienstag mitteilte.
Inflation zehrt Lohnzuwachs auf
Die Reallöhne in Deutschland sind trotz eines deutlichen Verdienstanstiegs im dritten Quartal unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, legten die Nominallöhne um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu. Da die Verbraucherpreise im selben Zeitraum aber ebenfalls um 3,9 Prozent stiegen, lag die reale Verdienstentwicklung nur bei 0,0 Prozent.
Pandemie und Inflation drücken auf Konsumstimmung
Die hohe Corona-Inzidenz, 2G im Einzelhandel und die steigenden Preise drücken auch im neuen Jahr weiterhin auf die Konsumstimmung. Das von der GfK ermittelte Konsumklima für Januar sinkt deutlich auf minus 6,8 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen am Dienstag mitteilte. Die Sparneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher steigt weiter an, gleichzeitig verzeichnen Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung deutliche Einbußen.
Pandemie und Inflation trüben die Kauflaune der Deutschen
Die hohe Corona-Inzidenz und die deutlich gestiegenen Preise trüben die Kauflaune der Deutschen deutlich. Dazu kommen die 2G-Regeln für weite Teile des Einzelhandels - sie "versetzen dem Weihnachtsgeschäft einen schweren Schlag", erklärte Konsumexperte Rolf Bürkl von der GfK. Auch die Aussichten für den Beginn des kommenden Jahres seien wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante "gedämpft".
Biden-Regierung verschärft CO2-Normen für Autos
Im Kampf gegen den Klimawandel hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden schärfere Grenzen für den CO2-Ausstoß von Autos festgelegt. Die Umweltschutzbehörde EPA sprach am Montag von den "ehrgeizigsten" Emissions-Standards für Treibhausgase bei Autos in der Geschichte des Landes. Die neuen Regeln betreffen Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2026. Bis 2050 könnten durch die Vorgaben mehr als drei Milliarden Tonnen an Treibhausgasen eingespart werden, erklärte die EPA.
Oracle kauft Krankenhaus-Software-Anbieter Cerner für 28 Milliarden Dollar
Der US-Softwareriese Oracle kauft für mehr als 28 Milliarden Dollar das auf Krankenhaus-Informationssysteme spezialisierte US-Unternehmen Cerner. Oracle wird im Zuge der größten Übernahme seiner Geschichte 95 Dollar je Cerner-Aktie zahlen, was einem Kaufpreis von rund 28,3 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro) entspricht, wie beide Seiten am Montag mitteilten.
Lange Schlangen in der Türkei vor den "Volksbrot"-Kiosken
Trotz des kalten Regens wird die Schlange vor dem Kiosk immer länger. Bayram Duman verkauft dort von der Stadt Istanbul subventioniertes Brot, das nur die Hälfte im Vergleich zum Brot in den normalen Bäckereien kostet. "Die Preise sind bei den Bäckern wahnsinnig angestiegen. Ständig kommen Leute", berichtet der Mann in den 50ern, der an seinem Kiosk "Halk Ekmek" ("Volksbrot") im Viertel Kartal kaum die Nachfrage decken kann.
Börse in Santiago reagiert mit Kurseinbrüchen auf Wahl von Boric
Nach dem Triumph des Linkspolitikers Gabriel Boric bei der Präsidentenwahl in Chile hat die Börse in Santiago bei der Eröffnung am Montag zunächst mit deutlichen Kurseinbrüchen reagiert, sich dann aber wieder gefangen. Eingangs wurde ein Minus von fast 6,9 Prozent notiert, nach einer Stunde jedoch betrugen die Einbußen nur noch gut drei Prozent. Der Dollar erreichte seinen höchsten Stand seit dem 18. März 2020.
Bundesbehörde plant mehr Flächen für Windenergie auf See
In der Nordsee sollen laut dem Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz neue Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von drei Gigawatt entstehen. Die zusätzlichen Flächen für Windkraft auf See "bringen dem Ausbau der Erneuerbaren einen kräftigen Schub", erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag. Demnach eröffnete das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montag das entsprechende Verfahren zur Fortschreibung des Flächenentwicklungsplans.
Mehr Arbeitnehmer als in den Vorjahren schalten über die Weihnachtstage ab
Die Weihnachtstage gelten als eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit - dies ist laut einer aktuellen Umfrage für mehr Beschäftigte als in den Vorjahren tatsächlich so. Über die Weihnachtsfeiertage sind in diesem Jahr 53 Prozent der Erwerbstätigen beruflich erreichbar, im Vorjahr waren es noch 61 Prozent, 2019 sogar 71 Prozent, wie der Digitalverband Bitkom am Montag mitteilte.
Auch Bundestags-Gesundheitsausschuss berät am Dienstag über Corona-Lage
Neben den Spitzen von Bund und Ländern wird sich am Dienstag auch der Gesundheitsausschuss des Bundestages mit der Corona-Lage befassen. Auf der Sondersitzung des Gremiums wird es um Schlussfolgerungen gehen, die sich aus den Empfehlungen des Expertenrates zur Corona-Pandemie ergeben, wie Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann der Nachrichtenagentur AFP am Montag sagte. Von den Beratungen am Dienstag solle das Signal ausgehen, dass Bund und Länder "geschlossen handeln".
Energieanbieter Neckermann Strom AG stellt Insolvenzantrag
Der Stromanbieter Neckermann Strom AG hat beim Amtsgericht Norderstedt in Schleswig-Holstein die Insolvenz beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt der Kanzlei BBL Brockdorff Rechtsanwaltsgesellschaft bestellt, wie aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss des Amtsgerichts hervorgeht. Bei dem Unternehmen handelt es sich nach eigenen Angaben um einen "Ökostromanbieter mit Schwerpunkt auf Grünstromtarifen für Privathaushalte und Gewerbe, Nachtspeicher- und Elektroheizsysteme und Elektrofahrzeuge".
Weltwirtschaftsforum in Davos wird wegen Omikron verschoben
Wegen der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus wird das traditionell im Januar stattfindende Weltwirtschaftsforum in Davos verschoben. Das Jahrestreffen sei "angesichts der anhaltenden Unsicherheit" bezüglich des Omikron-Ausbruchs nun für den Frühsommer geplant, teilte das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Montag in Genf mit. Eigentlich hätte das Treffen vom 17. bis zum 21. Januar stattfinden sollen.
Erneut Vogelgrippe in der französischen Stopfleber-Region im Südwesten entdeckt
In der für ihre Stopfleber bekannten Region Les Landes im Südwesten Frankreichs ist erneut ein Fall von Vogelgrippe aufgetreten. In dem betroffenen Betrieb seien alle Tiere geschlachtet worden, teilte die Landwirtschaftskammer am Sonntagabend mit. Zudem sei eine Schutzzone rund um den betroffenen Betrieb eingerichtet worden. Es ist der zweite Ausbruch von Vogelgrippe in diesem Winter im Südwesten.
Menge an Haushaltsabfall während Corona-Pandemie um vier Prozent gestiegen
Verbraucher in Deutschland haben während der Corona-Pandemie 2020 deutlich mehr private Hausabfälle produziert als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019 stieg die Menge um vier Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. Das Pro-Kopf-Aufkommen stieg im selben Zeitraum um 19 Kilogramm von 457 auf 476 Kilogramm. Zwischen 2018 und 2019 war das Pro-Kopf-Aufkommen lediglich um drei Kilogramm gewachsen.
Ölpreise sinken stark
Die Ölpreise sind am Montag stark gesunken. Sie fielen an der Börse in London um jeweils mehr als fünf Prozent. Grund ist nach Angaben von Beobachtern die nachlassende Nachfrage wegen der Befürchtungen, mehr Länder als bisher könnten strikte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron verhängen.
Angst vor Omikron-Folgen lässt Ölpreise sinken
Die Ölpreise sind am Montag stark gesunken. Sie fielen an der Börse in London um jeweils mehr als fünf Prozent. Grund ist nach Angaben von Beobachtern die nachlassende Nachfrage wegen der Befürchtungen, mehr Länder als bisher könnten strikte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron verhängen.
Lindner: Joachim Nagel soll neuer Bundesbankpräsident werden
Der Volkswirt Joachim Nagel soll Jens Weidmann an der Spitze der Bundesbank ablösen. Das teilte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) am Montag mit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und er schlügen Nagel "als neuen Präsidenten der Bundesbank vor", schrieb Lindner auf Twitter.
Joachim Nagel soll neuer Bundesbankpräsident werden
Nach dem vorzeitigen Abgang von Jens Weidmann als Bundesbankpräsident soll künftig der Volkswirt Joachim Nagel für Kontinuität an der Spitze der deutschen Zentralbank sorgen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) gab die Personalie am Montag bekannt und verwies auf die Bedeutung einer "stabilitätsorientierten Geldpolitik" angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Inflation. Ökonomen begrüßten die Nominierung Nagels.
Joachim Nagel soll neuer Präsident der Bundesbank werden
Nach dem vorzeitigen Rückzug von Jens Weidmann als Bundesbankpräsident soll künftig der Volkswirt Joachim Nagel für Kontinuität an der Spitze der deutschen Zentralbank sorgen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) schlugen Nagel als neuen Präsidenten der Bundesbank vor, wie Lindner am Montag auf Twitter mitteilte. Ökonomen und Bankenvertreter begrüßten die Nominierung Nagels.
Erdogan verspricht niedrigere Inflation
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut versprochen, den starken Anstieg der Verbraucherpreise im Land zu drosseln. "Die Inflation wird sobald wie möglich fallen - so Gott will", sagte Erdogan am Sonntagabend. Gleichzeitig bekräftigte er seinen Widerstand gegen eine Leitzinserhöhung. Der Kurs der türkischen Lira fiel daraufhin am Montag um fünf Prozent.
Druck auf türkische Zentralbank wegen starken Kursverfalls der Lira wächst
Angesichts des anhaltenden Kursverfalls der türkischen Lira und einer galoppierenden Inflation wächst der Druck auf die türkische Zentralbank, das niedrige Zinsniveau zu beenden. Der Unternehmerverband Tüsiad forderte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Wochenende zu einer Korrektur seiner Geldpolitik auf. Dieser wandte sich am Sonntagabend erneut gegen eine Leitzinserhöhung. Der Kurs der türkischen Lira fiel daraufhin am Montag um sechs Prozent.
"Handelsblatt": Joachim Nagel soll neuer Bundesbankpräsident werden
Der Volkswirt Joachim Nagel soll laut "Handelsblatt" Jens Weidmann an der Spitze der Bundesbank ablösen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) habe den 55-jährigen Nagel für diesen Posten vorgeschlagen, berichtete das "Handelsblatt" am Montag unter Verweis auf Angaben aus Regierungskreisen. Das Vorschlagsrecht liegt bei Scholz, die Personalie solle aber im Einvernehmen mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) erfolgen.