Deutsche Tageszeitung - Mehr Arbeitnehmer als in den Vorjahren schalten über die Weihnachtstage ab

Mehr Arbeitnehmer als in den Vorjahren schalten über die Weihnachtstage ab


Mehr Arbeitnehmer als in den Vorjahren schalten über die Weihnachtstage ab
Mehr Arbeitnehmer als in den Vorjahren schalten über die Weihnachtstage ab / Foto: ©

Die Weihnachtstage gelten als eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit - dies ist laut einer aktuellen Umfrage für mehr Beschäftigte als in den Vorjahren tatsächlich so. Über die Weihnachtsfeiertage sind in diesem Jahr 53 Prozent der Erwerbstätigen beruflich erreichbar, im Vorjahr waren es noch 61 Prozent, 2019 sogar 71 Prozent, wie der Digitalverband Bitkom am Montag mitteilte.

Textgröße ändern:

Bei Arbeitnehmern, die ihre Tätigkeit ganz oder teilweise im Homeoffice ausüben, sind es in diesem Jahr laut Umfrage 64 Prozent, die auch zwischen den Jahren für Arbeitgeber, Kolleginnen und Kollegen erreichbar sind. Von den Arbeitnehmern, die ihre Tätigkeit ausschließlich im Büro ausführen, gaben hingegen lediglich 50 Prozent an, auch über die Feiertage erreichbar zu sein.

Mit ihrer Erreichbarkeit wollen die Beschäftigten laut der Umfrage insbesondere die Erwartungen ihrer Chefs und Chefinnen erfüllen. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass der oder die eigene Vorgesetzte die Erreichbarkeit erwarte. 48 Prozent sind darüber hinaus auch für Kolleginnen und Kollegen ansprechbar. Rund ein Drittel geht auch ans Telefon, wenn Kundinnen und Kunden anrufen, weitere 18 Prozent haben laut Umfrage den Anspruch an sich selbst, auch über die Weihnachtstage dienstlich erreichbar zu sein.

"Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen vor allem dort, wo der Arbeitsplatz nur wenige Meter von der eigenen Couch entfernt ist", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Eine ausgewogene Work-Life-Balance sei jedoch sowohl für das eigene Wohlbefinden als auch eine gute Arbeitsleistung unerlässlich. Arbeitgeber sollten deshalb klare Regeln für die Erreichbarkeit über die Feiertage formulieren und funktionierende Vertretungslösungen organisieren.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research insgesamt rund 1000 Menschen ab 16 Jahren telefonisch. Die Umfrage fand zwischen Anfang und Mitte November statt.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: