Deutsche Tageszeitung - Konsumstimmung sinkt zum Jahresbeginn 2021 weiter

Konsumstimmung sinkt zum Jahresbeginn 2021 weiter


Konsumstimmung sinkt zum Jahresbeginn 2021 weiter
Konsumstimmung sinkt zum Jahresbeginn 2021 weiter / Foto: ©

Zum Jahresbeginn ist die Verbraucherstimmung in Deutschland weiter gesunken: Das vom Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag veröffentlichte Konsumbarometer für Januar fiel von 95,6 Punkten im Vormonat auf nun 94,9 Punkte. Der Verband führte das weiterhin in erster Linie auf den anhaltenden Lockdown zurück, der den Konsum "einschränkt oder vollständig verhindert". Das Barometer sank entsprechend im dritten Monat in Folge.
 
Den Angaben zufolge sank nach dem Weihnachtsgeschäft insbesondere die Anschaffungsneigung der Verbraucher für die ersten Monate des neuen Jahres. "Die Konsumzurückhaltung hängt aber auch mit pessimistischen Einkommenserwartungen zusammen", erklärte der HDE. Trotz des bislang "robusten" Arbeitsmarktes fürchteten Verbraucher aktuell negative Auswirkungen des Lockdowns.
 
Da dieser voraussichtlich weiterhin gelte und "Impfeffekte" erst in einigen Monaten zu erwarten seien, sieht der Handelsverband "zumindest für die kommenden Wochen keinen Anlass für eine Trendumkehr und einen Anstieg der Verbraucherstimmung". Die Negativ-Entwicklung dürfte demnach zunächst noch anhalten.
 
Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2000 Menschen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.  (Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.