Deutsche Tageszeitung - Naturkatastrophen verursachten 2020 weltweit Schäden von 170 Milliarden Euro

Naturkatastrophen verursachten 2020 weltweit Schäden von 170 Milliarden Euro


Naturkatastrophen verursachten 2020 weltweit Schäden von 170 Milliarden Euro
Naturkatastrophen verursachten 2020 weltweit Schäden von 170 Milliarden Euro / Foto: ©

Eine Rekord-Hurrikansaison und mehr Stürme im Nordatlantik als je zuvor: Naturkatastrophen weltweit haben im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 210 Milliarden Dollar (170 Milliarden Euro) verursacht, wie die Rückversicherung Munich Re am Donnerstag mitteilte. 8200 Menschen kamen dabei ums Leben. Rund 82 Milliarden Dollar (67 Milliarden Euro) der Schäden waren versichert.

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"Die Naturkatastrophenschäden des Jahres 2020 lagen deutlich über denen des Vorjahres", erklärte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. "Rekorde bei relevanten Gefährdungen machen nachdenklich." Ob die besonders heftige Hurrikansaison, extreme Waldbrände oder Gewitterserien in den USA: Bei all diesen Gefahren werde langfristig der Klimawandel eine zunehmende Rolle spielen. Vor fünf Jahren habe sich die Welt in Paris das Ziel gesetzt, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. "Es ist Zeit zu handeln", mahnte Jeworrek.

Von den Gesamtschäden entfielen 95 Milliarden Dollar auf Naturkatastrophen in den USA, versichert waren Schäden in Höhe von 67 Milliarden Dollar.

Gerade in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens sei nur ein geringer Teil der Schäden abgesichert, erklärte Munich Re. Die teuerste Naturkatastrophe des Jahres war demnach ein schweres Hochwasser in China während des Sommermonsuns. Die Gesamtschäden betrugen rund 17 Milliarden Dollar, nur etwa zwei Prozent waren versichert.

In Europa fiel die Naturkatastrophen-Bilanz dagegen einigermaßen glimpflich aus, wie der Rückversicherer mitteilte. Die Schäden betrugen rund zwölf Milliarden Dollar, davon waren 3,6 Milliarden Dollar versichert. Lokal extreme Schäden lösten im Herbst Starkniederschläge entlang der Mittelmeerküste in Südfrankreich und Italien aus; in Kroatien ereignete sich am 29. Dezember das stärkste Erdbeben in dem Land seit 140 Jahren.

(L.Møller--DTZ)

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