Deutsche Tageszeitung - BDI rechnet erst im ersten Halbjahr 2022 mit Wirtschaft auf Vorkrisenniveau

BDI rechnet erst im ersten Halbjahr 2022 mit Wirtschaft auf Vorkrisenniveau


BDI rechnet erst im ersten Halbjahr 2022 mit Wirtschaft auf Vorkrisenniveau
BDI rechnet erst im ersten Halbjahr 2022 mit Wirtschaft auf Vorkrisenniveau / Foto: ©

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet erst im ersten Halbjahr 2022 wieder mit einer Rückkehr der deutschen Wirtschaft zum Niveau vor der Corona-Krise. Für das laufende Jahr erwartet der BDI einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,5 Prozent - nach einem Einbruch um rund fünf Prozent 2020. "Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ist groß, die wirtschaftliche Lage bleibt schwierig", erklärte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Dienstag.

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Bei den Exporten geht der BDI in diesem Jahr von einem Plus von sechs Prozent aus. Dabei sei es aber wichtig, "die Industrie weiter am Laufen zu halten – trotz verschärfter Lage, trotz ausgeweiteter Mobilitätseinschränkungen und großflächiger Schulschließungen", forderte Russwurm.

Deutschland benötige zudem ein "Wachstumsprogramm 2030", forderte der Verband. Die Corona-Krise verschärfe die Anforderungen an den Strukturwandel der deutschen Industrie "tiefgreifend". Deshalb seien weniger Belastungen, weniger Bürokratie, weniger Steuern sowie eine bessere Infrastruktur und mehr Anreize für Innovationen und Investitionen nötig. So fehlten allein öffentliche Investitionen von mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr.

Mehr staatliche Unterstützung sei auch vor dem Hintergrund der Klimaziele nötig, die entsprechende Investitionen erforderten. Der neue CO2-Preis für die Sektoren Verkehr und Heizen müsse korrigiert werden - er müsse das Abwandern energieintensiver Industrien in Regionen mit weniger anspruchsvoller Regulierung verhindern und dürfe gleichzeitig nicht zur Ausrede für neue Zölle werden, forderte der BDI.

(N.Loginovsky--DTZ)

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