Deutsche Tageszeitung - Xi bittet Ex-Starbucks-Chef Schultz um Hilfe im Handelsstreit mit den USA

Xi bittet Ex-Starbucks-Chef Schultz um Hilfe im Handelsstreit mit den USA


Xi bittet Ex-Starbucks-Chef Schultz um Hilfe im Handelsstreit mit den USA
Xi bittet Ex-Starbucks-Chef Schultz um Hilfe im Handelsstreit mit den USA / Foto: ©

Chinas Präsident Xi Jinping hat den früheren Chef der US-Kaffeehauskette Starbucks, Howard Schultz, um seine Mithilfe bei der Verbesserung der Handelsbeziehungen zwischen Peking und Washington gebeten. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete, bat Xi in einer Antwort auf ein Schreiben von Schultz um eine weiter "positive Rolle" des US-Milliardärs "bei der Förderung der chinesisch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen".

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Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte im Zuge seiner "America First"-Politik einen Handelsstreit mit China losgetreten. Trump beklagte vor allem das hohe US-Handelsdefizit mit China und warf Peking unfaire Handelspraktiken vor.

Trotz des jahrelangen Handelskonflikts mit massiven gegenseitigen Strafzöllen gelang es Trump aber nicht, das Handelsdefizit zu verringern. Es wuchs laut Zahlen des chinesischen Zolls vom Donnerstag im vergangenen Jahr sogar um 7,1 Prozent auf 316,9 Milliarden Dollar an. Ein Grund ist die gestiegene Nachfrage nach Elektronik- und Medizinprodukten seit Beginn der Corona-Pandemie.

Vom künftigen US-Präsidenten Joe Biden, der am Mittwoch kommender Woche sein Amt antritt, wird ein insgesamt diplomatischeres Vorgehen erwartet. Auch er hatte im Wahlkampf aber eine harte Haltung gegenüber China angekündigt.

Xi sagte in seinem Brief an Schultz zu, Unternehmen aus der ganzen Welt, darunter auch Starbucks und andere US-Unternehmen, in Zukunft einen größeren Entwicklungsraum in China zu bieten. Starbucks hat nach eigenen Angaben schon mehr als 4700 Läden in der Volksrepublik eröffnet. Schultz, der seit seinem Rückzug 2018 Ehrenvorstandsvorsitzender von Starbucks ist, war Xi bei dessen Besuch in den USA 2015 bei einem Empfang in Seattle persönlich begegnet.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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