Deutsche Tageszeitung - US-Verbund von Firmen und Organisationen arbeitet an "digitalem Impfpass"

US-Verbund von Firmen und Organisationen arbeitet an "digitalem Impfpass"


US-Verbund von Firmen und Organisationen arbeitet an "digitalem Impfpass"
US-Verbund von Firmen und Organisationen arbeitet an "digitalem Impfpass" / Foto: ©

Ein Verbund von Technologiefirmen und Gesundheitsorganisationen in den USA hat Pläne für einen digitalen Nachweis einer Corona-Schutzimpfung angekündigt. Ziel sei eine Art Impfpass, den Bürger etwa auf ihren Smartphones vorzeigen können, erklärte am Donnerstag die Initiative VCI, der sich Firmen wie Microsoft und Oracle sowie Organisationen wie Mayo Clinic angeschlossen haben. So könne die Rückkehr in Schulen, an den Arbeitsplatz und zu Kulturveranstaltungen erleichtert werden.

Textgröße ändern:

Die Gruppe arbeitet demnach an einer Methode zur Verschlüsselung digitaler Kopien der Impfnachweise, die dann gespeichert und entsprechend abgerufen werden können. VCI (Vaccination Credential Initiative) will mit ihrem Projekt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Interessenvertreter unterstützen. Ziel sei, einen Nachweis zum Gesundheitsstatus zu erschaffen, der gleichzeitig die Privatsphäre schütze, stellte die Initiative angesichts zunehmender Datenschutzbedenken klar.

Geplant ist demnach auch ein Nachweis, den Menschen ohne Smartphone zeigen können. Rund um den Globus hatten in den vergangenen Wochen die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. In Deutschland soll nach dem Willen der Bundesregierung jeder Bürger und jede Bürgerin bis zum Sommer ein Impfangebot erhalten. Eine Impfpflicht ist aber nicht vorgesehen.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Südkorea schickt erstes Containerschiff durch die Arktis

In Südkorea ist erstmals ein Containerschiff in See gestochen, das über die Arktisroute nach Europa fahren soll. Die "Panstar Acro" habe am Samstagmorgen im Hafen von Busan abgelegt, teilte das Meeresministerium in Seoul auf AFP-Anfrage mit. Das Frachtschiff soll über die Arktis nach Felixstowe in Großbritannien, Rotterdam in den Niederlanden und Danzig in Polen fahren. Es ist ein Test, ob eine durch das schmelzende Eis eröffnete Route wirtschaftlich rentabel sein kann.

Hohe Spritpreise: Klingbeil dringt auf Übergewinnsteuer für Ölkonzerne

Angesichts der weiterhin hohen Spritpreise an den Tankstellen pocht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. "Wir müssen das Problem der hohen Energiepreise angehen, indem wir ein EU-weites Rahmenwerk zur Besteuerung von Zufallsgewinnen diskutieren", fordern Klingbeil und fünf europäische Kollegen in einem Schreiben. In der aktuellen Krise dürfe es keine "Abzocke durch Energiekonzerne" geben - das habe Klingbeil mehrfach deutlich gemacht, hieß es aus dem Finanzministerium in Berlin.

Nach Scheitern von Verhandlungen: Neue US-Zölle gegen Kanada in Kraft getreten

Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada haben beide Seiten trotz fieberhafter Verhandlungen keine Einigung erzielen können - entsprechend traten in der Nacht zum Samstag neue US-Zölle auf kanadische Produkte in Kraft. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gab das Scheitern der Verhandlungen unmittelbar vor Auslaufen einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist bekannt. Um Mitternacht Ortszeit (06.00 Uhr MESZ) traten dann die neuen US-Zölle in Höhe von 50 Prozent für bestimmte kanadische Produkte in Kraft.

Keine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und Kanada

Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada haben beide Seiten trotz fieberhafter Verhandlungen keine Einigung finden können. Dies gab in der Nacht zum Samstag der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer unmittelbar vor Auslaufen einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist bekannt. Mit den Verhandlungen zwischen beiden Ländern sollte eigentlich das Inkrafttreten von neuen US-Zöllen in Höhe von 50 Prozent für bestimmte kanadische Produkte um Mitternacht Ortszeit (06.00 Uhr MESZ) verhindert werden.

Textgröße ändern: