Deutsche Tageszeitung - Medienbericht: Britische Exporte in die EU stark eingebrochen

Medienbericht: Britische Exporte in die EU stark eingebrochen


Medienbericht: Britische Exporte in die EU stark eingebrochen
Medienbericht: Britische Exporte in die EU stark eingebrochen / Foto: ©

Die britischen Exporte in die EU sind im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat stark eingebrochen. Der Londoner "Observer" veröffentlichte am Sonntag eine Studie, in der von einem Rückgang der über die Häfen und den Eurotunnel abgewickelten Transporte um 68 Prozent die Rede war. Die Studie stützt sich auf Angaben der Transport-Vereinigung RHA. Als Gründe für den starken Rückgang wurden der Austritt Großbritanniens aus der EU und die Corona-Pandemie angeführt.

Textgröße ändern:

RHA-Chef Richard Burnett beklagte aber auch eine Zunahme des "Papierkrams" als Folge des Brexit. Er warnte in einem Brief an Staatssekretär Michael Gove, die seit dem 1. Januar geltenden neuen Formalitäten behinderten den Handel mit dem Kontinent. Nur ein Fünftel des erforderlichen Personals sei eingestellt worden. "Michael Gove ist ein Meister darin, Informationen abzuziehen und nichts zurückzugeben", sagte Burnett dem "Observer". Auf seine Schreiben habe er so gut wie nie eine Antwort erhalten.

Nach offiziellen Angaben exportierte Großbritannien 2019 Waren im Wert von umgerechnet 335 Milliarden Euro in die EU. Das entsprach einem Anteil von 43 Prozent an allen britischen Exporten.

Wegen der Corona-Pandemie verhängten Großbritannien und die EU strikte Reisebeschränkungen, derzeit müssen Lkw-Fahrer, die durch den Eurotunnel nach Frankreich kommen, einen negativen Corona-Test vorweisen. Großbritannien war offiziell am 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten, bis zum 31. Dezember galten jedoch noch Übergangsregelungen für den Handelsverkehr.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

IWF-Chefin lobt bei Besuch in Argentinien Mileis Reformkurs

IWF-Chefin Kristalina Georgieva hat die wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens unter Präsident Javier Milei gelobt. Seit dessen Amtsantritt im Jahr 2023 sei die Lage "nach allen Kennzahlen deutlich solider", sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds am Montag bei einem Besuch in Buenos Aires.

Porsche baut 5000 Stellen ab - Audi senkt Umsatzprognose für 2026

Die Krise bei Volkswagen macht auch vor den Premiumtöchtern nicht Halt: Der Sportwagenhersteller Porsche kündigte am Montag 5000 Stellenstreichungen an, Audi senkte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Die VW-Töchter leiden wie auch die Kernmarke des Konzerns unter einem wegbrechenden China-Geschäft und hohen Belastungen wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump.

Porsche baut bis 2035 weitere 5000 Stellen ab

Der Sportwagenhersteller Porsche baut bis 2035 weitere 5000 Arbeitsplätze ab. Der Stellenabbau werde "sozialverträglich" und mittels natürlicher Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge umgesetzt, erklärte der Autobauer am Montag. Zugleich sicherte Porsche den Erhalt seiner Standorte zu und schloss betriebsbedingte Kündigungen bis 2035 aus.

China-Geschäft bricht weiter ein - Audi senkt Umsatzprognose

Vor dem Hintergrund weiter einbrechender Verkäufe in China hat der Autobauer Audi seine Umsatzprognose für 2026 gesenkt. Gerechnet wird nun mit 58 bis 63 Milliarden Euro - fünf Milliarden weniger als im Frühling erwartet, wie die Ingolstädter VW-Tochter am Montag mitteilte. Finanzchef Jürgen Rittersberger stellte weitere Sparmaßnahmen in Aussicht.

Textgröße ändern: