Deutsche Tageszeitung - Verbraucherpreise im Januar um ein Prozent gestiegen

Verbraucherpreise im Januar um ein Prozent gestiegen


Verbraucherpreise im Januar um ein Prozent gestiegen
Verbraucherpreise im Januar um ein Prozent gestiegen / Foto: ©

Das Ende der Mehrwertsteuersenkung zum Jahreswechsel und die neue CO2-Abgabe haben die Verbraucherpreise im Januar erstmals seit Monaten wieder steigen lassen. Die Inflationsrate lag bei 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende Januar bestätigte. Im Vergleich zum Vormonat Dezember stiegen die Preise um 0,8 Prozent.

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Preistreibend wirkten nach Angaben der Statistiker die wieder höheren Steuersätze bei der Mehrwertsteuer. Die vorübergehende Absenkung zur Ankurbelung des Konsums in der Corona-Krise war Ende Dezember ausgelaufen. Lediglich für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen gilt weiterhin der ermäßigte Steuersatz.

Daneben habe sich vor allem die CO2-Abgabe auf die Preise ausgewirkt, erklärte das Bundesamt. Der CO2-Ausstoß hatte zum Jahreswechsel erstmals auch in den Bereichen Gebäude und Verkehr einen Preis erhalten, um einen Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen attraktiver zu machen.

Die Energiepreise waren im Januar indes immer noch günstiger als vor einem Jahr - sie lagen um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Rückgang der Preise für Energieprodukte habe sich jedoch "insgesamt deutlich abgeschwächt", erklärte das Bundesamt. Im Dezember hatte das Minus gegenüber dem Vorjahresmonat noch 6,0 Prozent betragen.

Billiger waren im Januar vor allem leichtes Heizöl (minus 13,0 Prozent) und außerdem Kraftstoffe (minus 2,9 Prozent). Teurer als ein Jahr zuvor waren hingegen Erdgas (plus 2,0 Prozent) und trotz des Rückgang der EEG-Umlage Strom (plus 1,2 Prozent).

Im Vergleich zum Dezember 2020 stiegen die Preise für Energieprodukte um 5,4 Prozent. Besonders deutlich waren die Preisanstiege bei Kraftstoffen (plus 10,7 Prozent) und Heizöl (plus 13,9 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. Der Preisauftrieb habe sich damit deutlich verstärkt, hoben die Statistiker hervor. Für Dezember war hier noch ein Wert von plus 0,5 Prozent verzeichnet worden. Teurer waren im Januar demnach vor allem Fleisch und Fleischwaren (plus 3,5 Prozent) sowie Obst (plus 3,2 Prozent) und Gemüse (plus 3,1 Prozent).

(O.Tatarinov--DTZ)

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