Deutsche Tageszeitung - Bericht: Lammert könnte im Streit zwischen Bauern und Lebensmittelhandel schlichten

Bericht: Lammert könnte im Streit zwischen Bauern und Lebensmittelhandel schlichten


Bericht: Lammert könnte im Streit zwischen Bauern und Lebensmittelhandel schlichten
Bericht: Lammert könnte im Streit zwischen Bauern und Lebensmittelhandel schlichten / Foto: ©

Im Streit zwischen Bauern und Handel über die Lebensmittelpreise könnte nun der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) vermitteln. Wie der "Spiegel" am Freitag berichtete, gilt der Politiker als Wunschkandidat beider Seiten. Er soll demnach in dem Ende Januar gegründeten Lenkungsausschuss sitzen, der die Verhandlungen strukturieren soll.

Textgröße ändern:

Im Dezember hatte es heftige Bauernproteste gegen die in den Augen der Landwirte zu niedrigen Lebensmittelpreise gegeben. Mit ihren Traktoren blockierten sie unter anderem Warenlager des Discounters Aldi. Auslöser waren Preisverhandlungen für Butter - den Landwirten ging es aber auch um die generelle Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels.

Nach den Blockaden hatten sich Arbeitsgruppen gebildet, der "Spiegel" zitierte einen Vertreter des Handels, wonach den Vertretern von Aldi, Lidl, Edeka und Rewe "über ein Dutzend Bauernvertreter verschiedener Gruppierungen gegenübergesessen" hätten. Es gebe viel Streit.

Dem Magazin zufolge zeichnen sich nun zwei Forderungen ab: Der Bauernverband scheine auf althergebrachte Förderprogramme zu setzen, andere Gruppen wünschten sich, das Kartellrecht zu öffnen. So sollten sich Milchbauern in größeren Erzeugergemeinschaften zusammenschließen können, um mehr Druck auf Molkereien und Handel ausüben zu können. Der Handel denkt demnach über eine Kampagne für regionale Produkte nach.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Serbiens Präsident: Sprengstoff nahe Gaspipeline nach Ungarn entdeckt

Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic sind zwei Rucksäcke mit Sprengstoff in der Nähe einer nach Ungarn führenden Gaspipeline gefunden worden. Die Rucksäcke, die "zwei große Pakete Sprengstoff mit Zündern" enthielten, seien von der Polizei und Armee entdeckt worden, erklärte Vucic am Sonntag. Der ungarische Oppositionspolitiker Peter Magyar sprach von einer mutmaßlichen "Aktion unter falscher Flagge" kurz vor der ungarischen Parlamentswahl.

Dax-Dividenden steigen auf neues Rekordniveau

Die im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Konzerne schütten in diesem Jahr trotz der anhaltenden Konjunkturkrise mehr Geld an ihre Aktionäre aus als je zuvor. Insgesamt zahlen die 40 Dax-Konzerne 55,3 Milliarden Euro an Dividenden aus, ergab eine am Sonntag vom Beratungsunternehmen EY veröffentlichte Analyse. Dies entspricht demnach im Vergleich zum Vorjahr 3,1 Milliarden Euro oder 5,9 Prozent mehr.

"Wunderschöner Anblick": Artemis-Crew hat Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt

Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben mehr als die halbe Strecke zum Mond zurückgelegt und einen fantastischen Blick auf den Erdtrabanten wie auch die Erde. "Wir können den Mond gerade aus der Luke sehen, es ist ein wunderschöner Anblick", sagte die US-Astronautin Christina Koch am Samstagmorgen (MESZ) während einer Live-Übertragung der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde veröffentlichte derweil faszinierende Aufnahmen von der Erde, die von der Orion-Raumkapsel aus aufgenommen wurden.

Deutschland und weitere Länder fordern EU zu Prüfung von Übergewinnsteuer auf

Deutschland und vier andere europäische Staaten haben die EU aufgefordert, Maßnahmen für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zu prüfen. Eine solche sei bereits 2022 als Notfallreaktion auf hohe Energiepreise genutzt worden, heißt es in einem Brief an EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag. "Angesichts der derzeitigen Marktverzerrungen und finanzpolitischen Zwänge" sollte die Europäische Kommission nun "zügig" ein ähnliches EU-weites Instrument ausarbeiten.

Textgröße ändern: