Deutsche Tageszeitung - Deutschlands Verbraucher wünschen sich mehr Infos über ihre Heizkosten

Deutschlands Verbraucher wünschen sich mehr Infos über ihre Heizkosten


Deutschlands Verbraucher wünschen sich mehr Infos über ihre Heizkosten
Deutschlands Verbraucher wünschen sich mehr Infos über ihre Heizkosten / Foto: ©

Deutschlands Verbraucher wünschen sich einer Umfrage zufolge mehr Informationen über ihre Heizkosten. Fast drei von vier Befragten (73 Prozent) fänden eine monatliche Abrechnung ihrer Heizkosten in den Wintermonaten interessant, wie die repräsentative Umfrage des Energiedienstleisters Ista ergab. Demnach wollen viele Verbraucher nicht nur effizient heizen, um Kosten zu sparen, sondern auch aus Umwelt- und Klimaschutzgründen. Voraussetzung sind digitale, fernauslesbare Zähler.

Textgröße ändern:

"Die Digitalisierung ermöglicht eine häufigere und bessere Information über den Energieverbrauch und die Heizkosten", erklärte Ista-Chef Thomas Zinnöcker. Laut Umfrage wünscht sich knapp die Hälfte der Befragten die Information über die Heizkosten per E-Mail (47 Prozent), 17 Prozent möchten in einem Online-Portal informiert werden, 16 Prozent per App.

Momentan erhält in Deutschland jeder Mieter in einem Mehrfamilienhaus einmal im Jahr eine Heizkostenabrechnung von seinem Vermieter. Ab 2022 soll eine zusätzliche monatliche Verbrauchs- und Kosteninformation hinzukommen - so fordert es die Europäische Union (EU) in der Energieeffizienzrichtlinie, wie Ista erläuterte.

Die EU will dadurch den Klimaschutz im Gebäudesektor stärken. Heizenergie und Warmwasser machen etwa 85 Prozent des Energieverbrauchs eines bundesdeutschen Haushalts aus, wie Ista erklärte. Insgesamt entfallen rund 30 Prozent der deutschen CO2-Emissionen auf Gebäude.

Ista ließ Anfang Februar insgesamt 2016 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren befragen. Das Unternehmen bietet internetfähige Messgeräte an und bereitet auch die damit gewonnenen Daten auf.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Reiche will Rente an Lebenserwartung koppeln und lehnt höhere Spitzensteuer ab

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich mit mehreren Vorschlägen zur Sozial- und Steuerpolitik klar gegen den Koalitionspartner SPD gestellt. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" vom Freitag schlug sie erneut ein späteres Renteneintrittsalter vor. Dieses müsse "behutsam, aber verbindlich an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden".

Streik des Kabinenpersonals: Zahlreiche Lufthansa-Flüge gestrichen

Wegen eines Streiks des Kabinenpersonals bei der Lufthansa sind am Freitag zahlreiche Flüge ausgefallen. An den Flughäfen Frankfurt am Main und München wurden am Morgen Verbindungen etwa nach Dublin, Mailand, Brüssel und Nizza annulliert, wie aus der Webseite der Lufthansa hervorging. Noch bis 22.00 Uhr soll der Streik dauern, zu dem die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) bei der Kernmarke Lufthansa und der Tochter Cityline aufgerufen hatte.

Verbraucherschützer: Entlastung bei Stromkosten kommt bei Haushalten kaum an

Die vom Bund angekündigte Entlastung privater Haushalte bei den Stromkosten kommt Berechnungen von Verbraucherschützern zufolge längst nicht im versprochenen Umfang an. In "fast allen untersuchten Regionen" werde die in Aussicht gestellte jährliche Entlastung von 100 Euro deutlich verfehlt, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Freitag auf der Grundlage eines Marktchecks mit. Im Schnitt sparen Haushalte mit einem Normalverbrauch demnach 56 Euro im Jahr.

Iran-Krieg: Trump nennt kritische rechte Kommentatoren "dumme Leute"

US-Präsident Donald Trump hat sich erbost über bekannte Kommentatoren aus seinem eigenen politischen Lager gezeigt, die sich gegen den Iran-Krieg ausgesprochen haben. "Das sind dumme Leute, sie wissen es selbst, ihre Familien wissen es und alle anderen wissen es auch", schrieb Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer wütenden Tirade in seinem Online-Dienst Truth Social.

Textgröße ändern: