Deutsche Tageszeitung - Versicherungskonzern Axa zieht sich aus Projekt Nord Stream 2 zurück

Versicherungskonzern Axa zieht sich aus Projekt Nord Stream 2 zurück


Versicherungskonzern Axa zieht sich aus Projekt Nord Stream 2 zurück
Versicherungskonzern Axa zieht sich aus Projekt Nord Stream 2 zurück / Foto: ©

Das Versicherungsunternehmen Axa hat sich aus dem Projekt zum Bau der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgezogen. "So wie andere Unternehmen" habe auch Axa entschieden, sich aus dem Vorhaben zurückzuziehen, sagte der Verantwortliche für Risiken und Investitionen, Alban de Mailly Nesle, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Axa-Jahreszahlen. Er antwortete auf eine entsprechende Frage einer Journalistin.

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Das global tätige Versicherungsunternehmen mit Sitz in Paris machte keine Angaben zu den Gründen für den Rückzug. Zuletzt hatte sich allerdings bereits eine Reihe anderer Firmen aus dem Bauprojekt zurückgezogen - den USA zufolge außer Axa noch 17 weitere große Firmen - ganz offenbar, um US-Sanktionen zu umgehen.

Dem mehr als neun Milliarden Euro teuren Bauprojekt stehen nicht nur die USA äußerst kritisch gegenüber, auch mehrere europäische Länder lehnen es ab, darunter Frankreich. Washington argumentiert, die Pipeline schaffe eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen.

Die USA haben Sanktionen gegen Firmen angedroht, die an Bau und Zertifizierung der 1200 Kilometer langen Röhre beteiligt sind. Konkrete Sanktionen wurden im Januar gegen das russische Verlegeschiff "Fortuna" und dessen Inhaberin, die russische Firma KVT-RUS, verhängt.

Die Bundesregierung hält trotz der Kritik an dem Projekt fest. Die Arbeiten an der Pipeline durch die Ostsee waren im Dezember wieder aufgenommen worden, nachdem sie wegen US-Sanktionen fast ein Jahr unterbrochen waren. Die Pipeline zwischen Russland und Deutschland ist fast fertig gebaut.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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