Deutsche Tageszeitung - Adidas-Gewinn bricht 2020 um 78 Prozent auf 443 Millionen Euro ein

Adidas-Gewinn bricht 2020 um 78 Prozent auf 443 Millionen Euro ein


Adidas-Gewinn bricht 2020 um 78 Prozent auf 443 Millionen Euro ein
Adidas-Gewinn bricht 2020 um 78 Prozent auf 443 Millionen Euro ein / Foto: ©

Lockdowns mit geschlossenen Geschäften und ausbleibende Kunden haben das Geschäft des Sportartikelherstellers Adidas einbrechen lassen. Der Umsatz sank 2020 um 16 Prozent zum Vorjahr auf 19,8 Milliarden Euro, der Nettogewinn ging sogar um knapp 78 Prozent auf 443 Millionen Euro zurück, wie Adidas am Mittwoch mitteilte. Auf die Konzernaktionäre entfielen demnach letztlich 432 Millionen Euro.

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Zwar "erholte sich das Geschäft schnell nach einem Tiefpunkt im zweiten Quartal" und der bayerische Sportartikelriese konnte seinen Umsatz im Onlinehandel nach eigenen Angaben im Gesamtjahr währungsbereinigt um gut die Hälfte steigern. Doch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie konnte das nicht ausgleichen.

"Ein Jahr wie 2020 hatten wir noch nie", erklärte Adidas-Chef Kasper Rorsted. Dennoch hätten Vorstand und Mitarbeiter das Corona-Jahr genutzt, um "Adidas zu einem noch besseren Unternehmen zu machen" - der Konzern verwies auf "diszipliniertes Kostenmanagement" und ein stabiles Geschäft im vierten Jahresquartal.

Während in Europa rund die Hälfte der Adidas-Läden zum Jahresende geschlossen waren, trug nach Konzernangaben insbesondere eine starke Erholung in China dazu bei, Umsatz- und Gewinnrückgang im vierten Quartal insgesamt bei nur rund fünf Prozent zu halten. "Unser Geschäft hat sich zum Jahresende weiter erholt und wir konnten im vierten Quartal auf den Wachstumspfad zurückkehren", führte Rorsted weiter aus.

Aktuell seien weltweit mehr als 95 Prozent der hauseigenen Geschäfte geöffnet, betonte Adidas. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet der Konzern demnach einen währungsbereinigten Umsatzanstieg "im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich". Der "Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen, also ohne die zum Verkauf vorgesehene Marke Reebok, werde voraussichtlich zwischen 1,25 und 1,45 Milliarden Euro liegen.

(L.Møller--DTZ)

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