Deutsche Tageszeitung - Mexiko und Argentinien fordern Schuldenerleichterungen auch für Schwellenländer

Mexiko und Argentinien fordern Schuldenerleichterungen auch für Schwellenländer


Mexiko und Argentinien fordern Schuldenerleichterungen auch für Schwellenländer
Mexiko und Argentinien fordern Schuldenerleichterungen auch für Schwellenländer / Foto: ©

Mexiko und Argentinien haben an die internationale Gemeinschaft appelliert, die ebenfalls besonders hart von der Corona-Krise getroffenen Schwellenländer nicht zu vergessen. In einem gemeinsamen Aufruf forderten die beiden als Schwellenländer eingestuften Staaten am Mittwoch Schuldenerleichterungen auch für Länder mit mittlerem Einkommen. Diese seien "vergessen" worden, obwohl sie 75 Prozent der Weltbevölkerung ausmachten und deren Bevölkerung besonders stark von Armut durch die Corona-Krise betroffen sei.

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Mexiko und Argentinien gehören zur Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer. Diese hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, das Schuldenmoratorium für ärmere Länder noch einmal bis zum Ende dieses Jahres zu verlängern. So könnten Gelder, die sonst für Zinszahlungen und Tilgungen ausgegeben werden müssten, im Kampf gegen die Pandemie eingesetzt werden, argumentierten die Finanzminister und Notenbankchefs der G20.

Zwar hätten Schwellenländer Zugang zu den Kapitalmärkten, erklärten Mexiko und Argentinien. Jedoch bleibe es ihnen verwehrt, sich für niedrige Zinsen Geld zu besorgen. Daher müssten auch diese Länder von möglichen neuen Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds (IWF) profitieren - diese Maßnahme war am Mittwoch ebenfalls diskutiert worden, um ärmere Länder stärker zu unterstützen.

Mexiko und Argentinien schlugen zudem die Einrichtung eines internationalen Fonds zur Umstrukturierung der Schulden von Ländern mit mittlerem Einkommen vor. Das würde helfen zu verhindern, "dass die Gesundheits- und Wirtschaftskrise mittelfristig zu einer Schuldenkrise wird". Argentiniens Präsident Präsident Alberto Fernández hatte etwa kürzlich die Milliardenschulden seines Landes gegenüber dem IWF als "unbezahlbar" bezeichnet.

(A.Stefanowych--DTZ)

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