Deutsche Tageszeitung - Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose wegen Corona-Krise deutlich ab

Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose wegen Corona-Krise deutlich ab


Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose wegen Corona-Krise deutlich ab
Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose wegen Corona-Krise deutlich ab / Foto: ©

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft angesichts der weiter andauernden Corona-Krise deutlich nach unten korrigiert. In ihrem Frühjahrsgutachten prognostizierten sie am Donnerstag einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,7 Prozent im laufenden Jahr und um 3,9 Prozent im Jahr 2022. Im Herbst waren sie für 2021 noch von einem BIP-Wachstum von 4,7 Prozent ausgegangen.

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Der erneute Shutdown verzögere die wirtschaftliche Erholung, erklärten die Institute. "Aber sobald die Infektionsgefahren vor allem durch das Impfen gebannt sein werden, wird eine kräftige Erholung einsetzen", fügten sie hinzu. Etwa zu Beginn des kommenden Jahres dürfte die Wirtschaft demnach zur Normalauslastung zurückkehren.

Beteiligt am Frühjahrsgutachten sind neben den Leibniz-Instituten für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI) und Halle (IWH) das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Münchner Ifo-Institut und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. "Aufgrund des anhaltenden Shutdowns dürfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 1,8 Prozent gesunken sein", erklärte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

In ihrer Prognose gehen die Institute davon aus, dass der derzeitige Shutdown zunächst fortgesetzt wird und dabei auch die zuletzt erfolgten Lockerungen wieder weitgehend zurückgenommen werden. Erneute Lockerungsschritte würden erst ab Mitte des zweiten Quartals erwartet, eine Aufhebung der Beschränkungen dann bis zum Ende des dritten Quartals.

Im Zuge der Lockerungen werde für das Sommerhalbjahr mit einer kräftigen Ausweitung der Wirtschaftsaktivität gerechnet, erklärte Schmidt - "vor allem bei den von der Pandemie besonders betroffenen Dienstleistungsbereichen".

(W.Budayev--DTZ)

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