Deutsche Tageszeitung - USA kündigen Gespräche über Handelsabkommen mit Taiwan an

USA kündigen Gespräche über Handelsabkommen mit Taiwan an


USA kündigen Gespräche über Handelsabkommen mit Taiwan an
USA kündigen Gespräche über Handelsabkommen mit Taiwan an / Foto: ©

Die USA streben ein Handelsabkommen mit Taiwan an. Die Verhandlungen über eine Rahmenvereinbarung würden bald beginnen, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Montag (Ortszeit) bei einer Anhörung im Kongress in Washington. China reagierte mit scharfem Protest auf die US-Pläne.

Textgröße ändern:

Peking betrachtet Taiwan, das sich 1949 von China losgesagt hatte, als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll. In den vergangenen Jahren hat China den wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Druck auf Taiwan massiv erhöht.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums forderte die USA am Dienstag auf, "jede Form des offiziellen Austauschs mit Taiwan zu stoppen". Die USA müssten die Taiwan-Frage "zurückhaltend" behandeln, fuhr er fort und warnte Washington davor, "falsche Signale" an Unabhängigkeitskräfte in Taiwan zu senden.

Auch wenn Washington keine diplomatischen Beziehungen mit Taipeh unterhält, sind die USA der wichtigste internationale Verbündete Taiwans. Washington unterstützt das Land auch mit Rüstungsexporten. Taiwan müsse in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, betonte Blinken. Er äußerte sich besorgt über die "zunehmende Aggressivität" Chinas gegenüber Taipeh.

Schon am Wochenende hatte es wegen Taiwan Verstimmungen zwischen den USA und China gegeben. Eine überparteiliche US-Delegation war nach Taiwan gereist und hatte dort die Spende hunderttausender Corona-Impfstoffdosen an die Insel bekanntgegeben. Taipeh wirft Peking eine Behinderung der Impfstoff-Beschaffung vor.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin

US-Präsident Donald Trump und das Weiße Haus haben eine Reporterin des Senders CNN wegen einer Frage zu einer engen Mitarbeiterin Trumps scharf attackiert und beleidigt. "Eines Tages werden Ihre Kinder auf Ihre widerwärtige und unmenschliche Frage stoßen", schrieb das Weiße Haus am Montag im Onlinedienst X an die Journalistin Kristen Holmes gerichtet.

Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 188.000 Unternehmen ihren Betrieb eingestellt. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr, wie die Auskunftei Creditreform am Dienstag unter Verweis auf eine gemeinsame Untersuchung mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Inzwischen müssen demnach auch Unternehmen mit guter oder zumindest mittlerer Bonität schließen.

204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich deutlich unterdurchschnittlich aus. Die Betriebe erwarten eine Ernte von 934.000 Tonnen - 5,4 Prozent weniger als im Zehnjahresdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. "Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204 000 Tonnen beziehungsweise 17,9 Prozent unterschritten", erklärten die Statistiker.

Bauernpräsident: Wetterumschwung rettet Ernte kaum

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, erwartet kaum eine Rettung der diesjährigen Ernte durch den jüngsten Wetterumschwung. "Die Rübe oder auch späte Gemüsekulturen wie Kohl profitieren vom Regen", sagte er am Dienstag den Sendern RTL und ntv. "Dort, wo die Trockenschäden - und das gibt es insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern - stark ausgeprägt sind, beispielsweise beim Mais, da wird der Regen nichts mehr helfen"

Textgröße ändern: