Deutsche Tageszeitung - Regen der vergangenen Wochen hat Getreideernte gut getan

Regen der vergangenen Wochen hat Getreideernte gut getan


Regen der vergangenen Wochen hat Getreideernte gut getan
Regen der vergangenen Wochen hat Getreideernte gut getan / Foto: ©

Die kräftigen Regenfälle lassen Bauern bei der Getreideernte vielerorts aufatmen. "Nach den ersten heißen Tagen des Jahres hat sich die Lage durch die Niederschläge der vergangenen zwei Wochen in vielen Regionen entspannt", erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Mittwoch. "In Teilen Nordostdeutschlands hat die Hitze jedoch in den Beständen Schäden verursacht, so dass die Ertragserwartungen erneut unter dem langjährigen Mittel liegen."

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In vielen Regionen rechneten die Betriebe allerdings "mit einer ordentlichen Ernte", hob Rukwied zur Vorstellung der Prognose des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zu den diesjährigen Getreideerträgen hervor. Erwartet wird demnach eine Ernte in Höhe von rund 45,4 Millionen Tonnen. Damit liegen die Erwartungen leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 von 45,6 Millionen Tonnen - aber rund fünf Prozent über dem Vorjahresergebnis von 43,2 Millionen Tonnen.

Für die Herbstkulturen ist nach Angaben des DBV, der für seine Ernteprognose Umfragen unter den 18 Landesbauernverbänden zu ihren aktuellen Ertragsschätzungen auswertet, nun der weitere Witterungsverlauf in den Sommermonaten entscheidend. Derzeit zeigten sie sich "in einem guten Zustand", erklärte Rukwied.

Am Flächenumfang des Getreideanbaus in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas geändert, wohl aber an der Zusammensetzung. Deutlich reduziert wurde die Fläche mit Sommerweizen (minus 36 Prozent) und die mit Sommergerste (minus 17 Prozent). Der Haferanbau stieg hingegen um knapp 16 Prozent an. "Beim Hafer scheint sich damit die gestiegene Rohstoffnachfrage widerzuspiegeln, die durch den verstärkten Absatz von Haferdrinks und ähnlichen Produkten entstanden ist", erklärte der Bauernverband.

(W.Budayev--DTZ)

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