Deutsche Tageszeitung - G20-Finanzminister verständigen sich auf globale Mindeststeuer

G20-Finanzminister verständigen sich auf globale Mindeststeuer


G20-Finanzminister verständigen sich auf globale Mindeststeuer
G20-Finanzminister verständigen sich auf globale Mindeststeuer / Foto: ©

Die G20 haben sich auf eine Mindeststeuer von 15 Prozent für global agierende Unternehmen geeinigt. Die Finanzminister der G20-Gruppe beschlossen die "historische" Steuerreform bei ihrem Treffen in Venedig, wie aus der Abschlusserklärung am Samstag hervorging. Die Minister riefen jene Länder, welche die Pläne bisher ablehnen, dazu auf, sich dem Abkommen anzuschließen.

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Durch die Einigung solle eine "stabilere und fairere internationale Steuer-Architektur" geschaffen werden. Bisher unterstützen 131 von 139 Mitgliedern des sogenannten Inclusive Framework der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) das Vorhaben.

Zentral ist laut OECD das Zwei-Säulen-Konzept: Säule eins soll eine fairere Verteilung der Besteuerungsrechte der Staaten in Bezug auf die Gewinne großer multinationaler Konzerne sicherstellen - vor allem aus der Digitalwirtschaft. Dabei soll ein Teil der Rechte von den Ländern, in denen Unternehmen ihren Hauptsitz haben, auf diejenigen Staaten übergehen, auf deren Märkten sie ihre Gewinne erzielen.

Die zweite Säule ist die globale Mindeststeuer. Bislang gibt es hier teils deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Mehrere Staaten hatten im Vorfeld auf einen höheren Satz gedrängt, darunter Deutschland, Frankreich und die USA.

(N.Loginovsky--DTZ)

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