Deutsche Tageszeitung - Produktion strombasierter Kraftstoffe könnte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Produktion strombasierter Kraftstoffe könnte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen


Produktion strombasierter Kraftstoffe könnte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen
Produktion strombasierter Kraftstoffe könnte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen / Foto: ©

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat für die sogenannten Power-to-X-Technologien geworben. Die Produktion von strombasierten Kraftstoffen könnte in Deutschland neue Arbeitsplätze schaffen: "Für die Entwicklung und Produktion von PtX-Technologien wird das gebündelte Knowhow von Forschern, Ingenieuren und technischen Fachkräften aus Deutschland gebraucht", erklärte Schulze am Mittwoch bei der Vorstellung eines globalen Potenzialatlas des Fraunhofer-Instituts.

Textgröße ändern:

Mit Power-to-X-Technologien werden aus erneuerbaren Energien ("Power") erst Wasserstoff und anschließend weitere Treib- und Kraftstoffe ("X") produziert. Die Herstellung und Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff und als Stromspeicher ist aufwendig, gilt aber als Hoffnungsträger für energieintensive Industrien und den Verkehr.

Auf einer vom Bundesumweltministerium ausgerichteten Fachkonferenz diskutieren Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft am Mittwoch über die Markteinführung strombasierter Kraftstoffe in der Luft- und Seefahrt. Positive Effekte werden laut Bundesumweltministerium auch für den Anlagenbau in Deutschland erwartet.

Im Jahr 2050 werden laut Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik für den weltweiten Luftverkehr etwa 6700 Terawattstunden und für den globalen Schiffsverkehr 5700 Terawattstunden strombasierte Kraftstoffe benötigt. Entscheidend für die Produktion sei der zügige Ausbau erneuerbarer Energien, erklärte Kurt Rohrig vom Fraunhofer-Institut.

Außerhalb Europas gibt es laut Studie weltweit ein jährliches Erschließungspotenzial von 69.100 Terawattstunden für grünen Wasserstoff, weitere 57.000 Terawattstunden könnten durch die Herstellung synthetischer Kraftstoffe erzeugt werden. Deutschland plant daher auch eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ländern, die für die Produktion besonders geeignet sind.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Air Baltic beantragt Gläubigerschutz in New York und setzt Flugbetrieb fort

Air Baltic hat ein Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Die lettische Fluggesellschaft will ihre Finanzen neu ordnen und hat sich dafür eine Finanzierung von 350 Millionen Euro gesichert.

Höhere Kraftstoffpreise führen zu Forderungen nach Marktaufsicht und Entlastungen

Benzin und Diesel haben sich in Deutschland weiter verteuert. Während Vertreter von Tankstellen und Politik Eingriffe in den Markt fordern, bewertet der ADAC die Aussicht auf flächendeckende Drei-Euro-Preise zurückhaltend.

Trump-Regierung streicht Klimaregeln für Kohle- und Gaskraftwerke

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Auflagen für den Treibhausgasausstoß für Kohle- und Gaskraftwerke gestrichen und damit wichtige Klimaschutzbestimmungen der Vorgängerregierung zurückgenommen. "Die Trump-Regierung ist angetreten, um die amerikanische Energie zu schützen und sicherzustellen, dass Sie es sich leisten können, das Licht anzulassen", erklärte der Chef der US-Umweltagentur EPA, Lee Zeldin, am Montag.

Bund will trotz Commerzbank-Übernahme durch Unicredit Aktionär bleiben

Der Bund will trotz der Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit weiterhin Anteile an dem deutschen Geldinstitut halten. Als Aktionär poche die Bundesregierung darauf, weiterhin zwei Vertreter im Aufsichtsrat der Commerzbank zu stellen, hieß es aus dem Bundesfinanzministeriums. Demnach war dies eine der Forderungen, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei einem persönlichen Treffen mit dem Unicredit-Chef Andrea Orcel am Montag in Berlin vortrug.

Textgröße ändern: