Deutsche Tageszeitung - Schwedischer Wohnungskonzern Heimstaden kauft 14.000 Wohnungen in Berlin

Schwedischer Wohnungskonzern Heimstaden kauft 14.000 Wohnungen in Berlin


Schwedischer Wohnungskonzern Heimstaden kauft 14.000 Wohnungen in Berlin
Schwedischer Wohnungskonzern Heimstaden kauft 14.000 Wohnungen in Berlin / Foto: ©

Unbeeindruckt vom Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin hat der schwedische Immobilienkonzern Heimstaden rund 14.000 Wohnungen in der Hauptstadt gekauft. Das Unternehmen teilte am Sonntagabend mit, es erwerbe von Akelius insgesamt 17.600 Wohnungen in Berlin und Hamburg; nach Angaben von Akelius befinden sich 14.050 in der Hauptstadt und knapp 3600 in der Hansestadt.

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Der Abschluss des Geschäfts sei für Ende 2021 geplant, teilte Heimstaden weiter mit. Ein Preis wurde nicht genannt. Damit vergrößert der Konzern seinen Wohnungsbestand in Deutschland deutlich. Bislang besaß der Konzern rund 7300 Wohnungen in Berlin, Halle, Magdeburg und Rostock.

Europaweit besitzt der schwedische Konzern nach eigenen Angaben etwa 116.000 Wohnungen. Heimstaden ist seit 2018 in Deutschland aktiv.

In Berlin stimmte eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler (56,4 Prozent) für den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co enteignen". Die Initiative will den Berliner Senat auffordern, ein Gesetz zu erarbeiten, dass 240.000 Wohnungen der großen Immobilienkonzerne in Berlin in eine Anstalt des öffentlichen Rechts überführt.

Betroffen wären nach den Plänen der Initiative alle "privaten profitorientierten Immobiliengesellschaften", die mehr als 3000 Wohnungen in der Hauptstadt besitzen, somit unter anderem Deutsche Wohnen, Vonovia und - neu - Heimstaden.

Der Volksentscheid hat aber kein konkretes Gesetz oder eine Verfassungsänderung zum Inhalt, das Ergebnis ist daher nicht bindend. Der Senat ist nicht verpflichtet, ein entsprechendes Gesetz zur Enteignung auszuarbeiten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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