Deutsche Tageszeitung - Bericht: Fahrer von Lieferdienst Gorillas kritisieren schlechte Arbeitsbedingungen

Bericht: Fahrer von Lieferdienst Gorillas kritisieren schlechte Arbeitsbedingungen


Bericht: Fahrer von Lieferdienst Gorillas kritisieren schlechte Arbeitsbedingungen
Bericht: Fahrer von Lieferdienst Gorillas kritisieren schlechte Arbeitsbedingungen / Foto: ©

Eine Vielzahl der Fahrerinnen und Fahrer des Lieferdiensts Gorillas kritisiert schlechte Arbeitsbedingungen und mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen bei ihrem Arbeitgeber. "Die Fahrräder werden nicht richtig gewartet, mir ist mal die Sattelstange beim Fahren abgebrochen. Das ist richtig gefährlich", sagte ein Gorillas-Lieferant dem Nachrichtenportal "Watson". Zuletzt waren laut Watson wegen anhaltender Proteste und eines nach Ansicht des Unternehmens nicht rechtmäßigen Streiks hunderte Gorillas-Fahrer entlassen worden.

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Gorillas liefert in insgesamt 22 deutschen Städten Lebensmittel per Fahrradkurier. Die Besonderheit ist dabei die schnelle Lieferzeit: Nach Angaben des Unternehmens werden Lebensmittel innerhalb von zehn Minuten geliefert. Möglich ist dies durch ein dichtes Netz von Zwischenlagern in den Städten, in denen der Dienst angeboten wird.

"Uns wurde vorgeworfen, illegal gehandelt und Notausgänge blockiert zu haben", sagte eine der gekündigten Fahrerinnen, Duygu Kaya. In dem bestreikten Lager des Lieferdiensts in Berlin gebe es jedoch nur einen einzigen Ausgang, der gleichzeitig auch als Notausgang diene. "Das können gerne alle zuständigen Berliner Ämter nachprüfen."

Das Unternehmen kontrolliere seine Mitarbeiter außerdem mit Hilfe von anonymen Anrufen. Demnach würden Mitarbeiter, die im Telefonat zugeben sich an den Streiks beteiligt zu haben, mündlich entlassen. "Gorillas hat versagt in allen Kernkompetenzen eines Arbeitgebers: Sie können unsere Gehälter nicht pünktlich zahlen, sie können unsere Arbeitssicherheit nicht gewährleisten, noch nicht mal richtig kündigen können sie uns", sagte Kaya weiter.

(W.Budayev--DTZ)

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