Deutsche Tageszeitung - US-Verkehrsminister: Lieferkettenprobleme werden bis ins kommende Jahr fortdauern

US-Verkehrsminister: Lieferkettenprobleme werden bis ins kommende Jahr fortdauern


US-Verkehrsminister: Lieferkettenprobleme werden bis ins kommende Jahr fortdauern
US-Verkehrsminister: Lieferkettenprobleme werden bis ins kommende Jahr fortdauern / Foto: ©

Die Beeinträchtigungen der globalen Lieferketten werden nach Einschätzung von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg bis ins kommende Jahr hinein andauern. Der Minister betonte am Wochenende in mehreren politischen Talkshows, die Regierung von Präsident Joe Biden tue alles, um die Häfen sowie den Transport auf Schienen und Straßen zu entlasten. Dabei würden "all unsere Optionen neu bewertet".

Textgröße ändern:

Allerdings würden "viele Herausforderungen, die wir dieses Jahr erlebt haben, bis ins nächste Jahr hinein andauern", sagte Buttigieg in der CNN-Sendung "State of the Union". Zugleich erläuterte er, dass die außergewöhnliche Zunahme der Nachfrage in den USA die Lage verschärfe. Die Verkäufe im Einzelhandel gingen "durch die Decke", sagte der Verkehrsminister. Der Schiffsverkehr komme da nicht hinterher.

Zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft hat die durch die Corona-Pandemie abgeschwächte Nachfrage wieder massiv zugenommen. Bei den Lieferketten bestehen aber pandemiebedingte Einschränkungen fort. US-Präsident Biden hatte jüngst angekündigt, dass der wichtige Hafen von Los Angeles deshalb in den Rund-um-die-Uhr-Betrieb gehe.

Der Wirtschaftsberater des Versicherungskonzerns Allianz, Mohamed El-Erian, prognostizierte am Sonntag eine weitere Verschlechterung der Lage. "Die Dinge werden schlimmer werden, bevor sie besser werden", sagte er dem Fernsehsender Fox News. "Also werden wir mehr Engpässe bei Gütern haben, höhere Preise, die Inflation wird auf der Höhe von 4,5 Prozent bleiben."

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Regierung baut Drohnenabwehr an Flughäfen aus - Absage an Bundeswehr-Einsatz

Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen baut die Bundesregierung die Abwehrkapazitäten aus. Die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei soll von 130 auf 300 Einsatzkräfte vergrößert werden, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin bestätigte. Das Verteidigungsministerium wies unterdessen aber Forderungen zurück, auch die Bundeswehr an Flughäfen einzusetzen und verwies auf fehlende Kapazitäten.

Präsident von Ceuta will Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren

Nach dem Massenandrang von Migranten in die spanische Exklave Ceuta will der örtliche Präsident Juan Jesús Vivas die verbliebenen Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren. In einer Art "Abschiebezentrum für Ausländer" sollten "diese Menschen untergebracht und eingesperrt bleiben", sagte Vivas am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Lage vor Ort sei "unhaltbar" und "inakzeptabel".

"Bild": Konkrete DNA-Spur im Fall von Leipziger Drohnen-Attacke ermittelt

Im Fall der Leipziger Drohnen-Attacke gibt es laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung eine konkrete DNA-Spur. Diese ist demnach identisch mit einer Spur, die bereits in Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf das DHL-Logistikzentrum in Leipzig vom 20. Juli 2024 registriert worden war. Für die damalige Serie von Paket-Brandsätzen sehen europäische Ermittler eine Verbindung zum russischen Militärgeheimdienst GRU.

Binnenschiffer: Rhein könnte bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein

Wegen des derzeitigen Niedrigwassers könnte der Rhein laut dem Binnenschifffahrtsverband (BDB) bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein. Im Laufe der Woche werde "an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert", sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der "Rheinischen Post". Im Prinzip sei der Rhein damit zweigeteilt. Weitere Bundesländer setzten das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aus, um eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straßen zu erleichtern.

Textgröße ändern: