Deutsche Tageszeitung - Deutsche Industrie hat Klimaschutz-Investitionen seit 2009 mehr als verdoppelt

Deutsche Industrie hat Klimaschutz-Investitionen seit 2009 mehr als verdoppelt


Deutsche Industrie hat Klimaschutz-Investitionen seit 2009 mehr als verdoppelt
Deutsche Industrie hat Klimaschutz-Investitionen seit 2009 mehr als verdoppelt / Foto: ©

Die deutschen Industriefirmen investieren immer mehr Geld in den Klimaschutz und dabei vor allem in den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, steckten die Firmen des produzierenden Gewerbes ohne das Baugewerbe im Jahr 2019 insgesamt 3,46 Milliarden Euro in den Klimaschutz - mehr als doppelt so viel wie vor zehn Jahren. 2009 waren es 1,63 Milliarden Euro.

Textgröße ändern:

Einen Grund für die auch anteilig höheren Investitionen sieht das Bundesamt in der staatlichen Unterstützung. Der Staat fördere seit Jahren die Umstellung auf energiesparende und klimaschonende Produktionsprozesse. Die Mehrheit der Klimaschutz-Investitionen, nämlich 52 Prozent, flossen 2019 in die Nutzung erneuerbarer Energien wie Windkraft und Solarenergie. Gut ein Drittel der Gelder floss in mehr Energieeffizienz und -einsparung, etwa über Wärmedämmung von Gebäuden.

Der Umsatz der Firmen im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich mit Klimaschutzprodukten stieg stark an: Er lag 2019 bei 44,1 Milliarden Euro, das war ein Anstieg um 61 Prozent verglichen mit 2009. Mit solchen Produkten sind etwa die Herstellung und Installation von Windkraftanlagen und energieeffiziente Antriebs- und Steuerungstechnik gemeint.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Niedrigwasser: Bilger erwägt Aufhebung von Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw

Wegen des Niedrigwassers in deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) als Notfallmaßnahme eine vorübergehende Aufhebung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lastwagen ins Spiel gebracht. "Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass wir Sonn- und Feiertagsfahrverbote für Lkw aufheben, wenn es nötig sein sollte", sagte Bilger am Donnerstag dem Fernsehsender Phoenix. Am frühen Nachmittag begann in Bonn ein Spitzengespräch zum Niedrigwasser.

Passagierverkehr an deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr gesunken

Auf Deutschlands Flughäfen sind im ersten Halbjahr weniger Menschen angekommen und abgeflogen. 97,7 Millionen Passagiere nutzten die Flughäfen und damit 0,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag mit. Zugleich sei das Sitzplatzangebot für Flüge ab Deutschland um ein Prozent gesunken, das entspreche 85 Prozent des Niveaus vor der Coronapandemie.

Übernahmekampf: Commerzbank geht mit Rekordergebnis in Gespräche mit der Unicredit

Mit einem Rekordergebnis im Rücken verhandelt die Commerzbank mit der italienischen Großbank Unicredit über die geplante Übernahme. Dazu "haben wir Gespräche aufgenommen", sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp am Donnerstag bei Vorlage der Halbjahresbilanz. Sie will am bisherigen Geschäftsmodell der Bank festhalten - der Plan von Unicredit für die Commerzbank berge "erhebliche Umsetzungsrisiken", warnte sie.

Nach Drohnen-Vorfall an Leipziger Flughafen: Suche nach weiterem Objekt dauert an

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle werden die Ermittlungen fortgeführt. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit einem zweiten verdächtigen Objekt dauerten am Donnerstag an, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden sagte. Auch eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) betonte, die Spurensuche auf dem Flughafengelände sei am Donnerstag fortgesetzt worden.

Textgröße ändern: