Deutsche Tageszeitung - Mediziner fordern von Ampel-Parteien Maßnahmen gegen Übergewicht bei Kindern

Mediziner fordern von Ampel-Parteien Maßnahmen gegen Übergewicht bei Kindern


Mediziner fordern von Ampel-Parteien Maßnahmen gegen Übergewicht bei Kindern
Mediziner fordern von Ampel-Parteien Maßnahmen gegen Übergewicht bei Kindern / Foto: ©

Im Kampf gegen Fehlernährung rufen Mediziner und Verbraucherschützer die Ampel-Parteien zu einer Beschränkung von an Kinder gerichteter Werbung für ungesunde Lebensmittel auf. Die Unterzeichner des Appells, der AFP am Dienstag vorlag, fordern von SPD, Grünen und FDP, in ihrem angestrebten Koalitionsvertrag eine klare Formulierung zu verankern, wonach es verbindliche Regeln dafür geben soll, dass "nur ausgewogene Produkte an Kindern beworben werden dürfen".

Textgröße ändern:

Unterzeichnet wurde der Appell unter anderem von Professorinnen und Professoren für Kinder- und Jugendmedizin und Spezialistinnen und Spezialisten für Diabetes. Nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch gelten aktuell etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig und sechs Prozent sogar als fettleibig. Ihnen drohten damit im späteren Lebensverlauf Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herzerkrankungen.

Foodwatch kritisierte, dass die Bundesregierung bislang vor allem auf freiwillige Vereinbarungen der Industrie setze. Bereits 2007 hätten die großen Lebensmittelkonzerne Europas mit dem sogenannten EU Pledge zugesichert, ihre Lebensmittelwerbung verantwortungsvoller zu gestalten und kein Junkfood mehr an unter Zwölfjährige zu vermarkten, erklärte die Verbraucherorganisation.

Eine aktuelle Marktstudie von Foodwatch zeige jedoch, dass diese Strategie gescheitert sei: Von 283 untersuchten Kinderprodukten enthielten 242 (85,5 Prozent) zu viel Zucker, Fett oder Salz. Diese Produkte seien nach Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO unausgewogen und sollten nicht an Kinder vermarktet werden.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Niedrigwasser gefährdet laut Ökonomen deutsches Wirtschaftswachstum

Das Niedrigwasser in deutschen Flüssen könnte nach Einschätzung von Ökonomen das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zunichte machen. Nach Angaben des Bundeskartellamtes trägt das derzeitige Niedrigwasser des Rheins zudem zu einem "Nord-Süd-Gefälle" beim Spritpreis bei. Aufgrund anhaltender Hitze und Trockenheit erreichte das Niedrigwasser am Dienstag teils neue Tiefststände.

Luxushotel Adlon in Berlin soll verkauft werden

Das Luxushotel Adlon in Berlin soll für mindestens 280 Millionen Euro verkauft werden. Das Hotel gehört dem von der Jagdfeld-Gruppe gemanagten Fundus-Fonds 31, dessen Anlegerinnen und Anleger derzeit zu einer Abstimmung über den Verkauf aufgerufen seien, berichtete die "Immobilien Zeitung". Die Gruppe bestätigte dies am Dienstag der AFP und erklärte, das "Gros der mehr als 4000 Eigentümer, überwiegend Privatanleger", sei "in einem Lebensalter, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollen".

Urteil gegen Apple: Ersatzgerät im Rahmen der Gewährleistung muss fabrikneu sein

Wer ein neues Smartphone oder Tablet kauft und kurz darauf einen Mangel feststellt, darf bei einer Neulieferung ein fabrikneues Gerät erwarten. Das entschied das Landgericht München I laut Angaben der Verbraucherzentrale Bayern vom Dienstag gegen den US-Technologiekonzern Apple. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 29 U 4451/23e).

Streit um Aus für "Rente mit 63": Frei sieht keinen Verhandlungsspielraum

Im Streit um die "Rente mit 63" hat Unionsfraktionschef Thorsten Frei Forderungen nach Änderungen an den Reformplänen zurückgewiesen. Bei der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte sehe er keinen Verhandlungsspielraum, sagte er dem Fernsehsender Welt. Sonst könne die gesamte Rentenreform scheitern. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte am Dienstag, dass es bei den Änderungsforderungen aus Ostdeutschland nicht darum gehe, "die Rentenreform insgesamt infrage zu stellen".

Textgröße ändern: