Deutsche Tageszeitung - Aktie von Tesla fällt nach Tweet von Elon Musk stark

Aktie von Tesla fällt nach Tweet von Elon Musk stark


Aktie von Tesla fällt nach Tweet von Elon Musk stark
Aktie von Tesla fällt nach Tweet von Elon Musk stark / Foto: ©

Tesla-Gründer Elon Musk hat die Anleger erneut mit einem Tweet verschreckt. Musk schrieb im Nachrichtendienst Twitter, der vergangene Woche verkündete Vertrag mit der Mietwagenfirma Hertz über den Kauf von 100.000 E-Autos sei im Moment "noch nicht unterschrieben". Die Aktie von Tesla fiel daraufhin im elektronischen Handel um vier Prozent.

Textgröße ändern:

Musk antwortete auf einen Tweet, der die Grafik des Tesla-Aktienkurses am Montag zeigt. Der Kurs erreichte ein neues Rekordhoch von 1208 Dollar. Sollte "Hertz der Grund sein, dann möchte ich betonen, dass im Moment noch kein Vertrag unterschrieben ist". Die Nachfrage nach den Autos von Tesla sei auch "viel höher" als die Produktion. Darum verkaufe Tesla an Hertz auch nur "mit der gleichen Marge" wie an Privatkunden - heißt: Es gibt keinen Mengenrabatt.

Hertz hatte vor einer Woche angekündigt, bis Ende nächsten Jahres 100.000 Tesla zu kaufen. Kunden sollen ab November ein "Model 3" mieten können. Die Aktie von Tesla stieg kurz darauf um über zwölf Prozent, der Börsenwert des Elektroautobauers erreichte über eine Billion Dollar. Hertz hatte sich nicht näher zu dem Vertrag mit Tesla geäußert und auch keine Lieferfristen genannt.

Musk hatte Anfang des Jahres sogar eine Auszeit vom Internetdienst Twitter genommen, weil seine Nachrichten dort oft für Wirbel an der Börse sorgten. Der Tesla-Gründer hat Millionen Follower. Die US-Börsenaufsicht warf ihm 2018 Irreführung der Aktionäre vor, nachdem er darüber sinniert hatte, Tesla von der Börse zu nehmen. Musk musste als Tesla-Aufsichtsratschef zurücktreten und bekam Auflagen für seine Äußerungen in Online-Medien.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Urteil gegen Apple: Ersatzgerät im Rahmen der Gewährleistung muss fabrikneu sein

Wer ein neues Smartphone oder Tablet kauft und kurz darauf einen Mangel feststellt, darf bei einer Neulieferung ein fabrikneues Gerät erwarten. Das entschied das Landgericht München I laut Angaben der Verbraucherzentrale Bayern vom Dienstag gegen den US-Technologiekonzern Apple. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 29 U 4451/23e).

Streit um Aus für "Rente mit 63": Frei sieht keinen Verhandlungsspielraum

Im Streit um die "Rente mit 63" hat Unionsfraktionschef Thorsten Frei Forderungen nach Änderungen an den Reformplänen zurückgewiesen. Bei der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte sehe er keinen Verhandlungsspielraum, sagte er dem Fernsehsender Welt. Sonst könne die gesamte Rentenreform scheitern. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte am Dienstag, dass es bei den Änderungsforderungen aus Ostdeutschland nicht darum gehe, "die Rentenreform insgesamt infrage zu stellen".

Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an

Auch dank des schwachen Yen hat der japanische Autobauer Toyota seinen Gewinn im Quartal von April bis Juni kräftig gesteigert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der größte Autobauer der Welt machte einen Quartalsgewinn von 1,48 Billionen Yen (8,16 Milliarden Euro) - ein Sprung um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 10,4 Prozent auf umgerechnet 74,5 Milliarden Euro.

Gewinn der Lufthansa sinkt wegen höherer Kerosinpreise deutlich

Trotz gestiegener Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der operative Gewinn sank auf 383 Millionen Euro, wie der Luftfahrtkonzern am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang um fast 56 Prozent. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Kerosinpreise, die infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen sind.

Textgröße ändern: