Deutsche Tageszeitung - Japan schnürt 430-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket

Japan schnürt 430-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket


Japan schnürt 430-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket
Japan schnürt 430-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket / Foto: ©

Japan will die pandemiegeplagte Wirtschaft des Landes mit einem neuen Konjunkturpaket ankurbeln. Wie Regierungschef Fumio Kishida am Freitag ankündigte, soll die Erholung von der Corona-Krise mit 56 Billionen Yen (rund 430 Milliarden Euro) angeschoben werden. Die staatliche Hilfen sollten der Bevölkerung "ein Gefühl von Sicherheit und Hoffnung geben", sagte Kishida.

Textgröße ändern:

Die Wirtschaftshilfen sind bereits das dritte Konjunkturpaket in Japan seit Beginn der Pandemie. Zuletzt war das Bruttoinlandsprodukt der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft angesichts von Beschränkungen unter anderem für Restaurants und gedämpften Konsumausgaben schwächer als erwartet ausgefallen: Im Dreimonatszeitraum bis Ende September ging die Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent zurück.

Zuletzt war die Zahl der Corona-Infektionen im Land aber deutlich zurückgegangen. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung gelten als vollständig geimpft. Das Konjunkturpaket dürfte indes den Schuldenberg des Landes weiter anschwellen lassen. Bereits jetzt ist Japan mit mehr als 250 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes verschuldet.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen

Der britische Öl- und Gaskonzern BP will seine Geschäftsaktivitäten in der Nordsee verkaufen. Die Nordsee spiele nach wie vor eine zentrale Rolle im britischen Energiesystem, erklärte BP-Chefin Meg O'Neill am Freitag. Der Konzern wolle jedoch sein Kapital auf die vielversprechendsten Möglichkeiten konzentrieren und sei daher der Ansicht, "dass unser Nordseegeschäft als Teil eines anderen Unternehmens besser aufgestellt sein wird".

Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli wieder über drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli wieder über drei Millionen gestiegen. Dies habe vor allem jahreszeitliche Gründe, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Freitag mit. Demnach stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 71.000 auf 3.007.000. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zu.

Vergütung für Azubis mit Tarifvertrag um 3,9 Prozent gestiegen

Auszubildende mit Tarifvertrag haben laut einer Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erneut von höheren Vergütungen profitiert. Im Ausbildungsjahr 2025/26 seien die tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen im Schnitt um 3,9 Prozent gestiegen, teilte das WSI am Freitag mit. Mittlerweile gebe es nur noch sehr wenige Branchen, in denen Auszubildende im ersten Jahr laut Tarifvertrag weniger als 1000 Euro im Monat erhalten.

Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel

Wegen ausbleibenden Niederschlags hat der Wasserpegel des Rheins an der deutsch-niederländischen Grenze den niedrigsten jemals gemessenen Pegel erreicht. Am Messpunkt Lobith westlich von Emmerich in Nordrhein-Westfalen sei "noch nie" ein tieferer Wasserstand registriert worden, erklärte das niederländische Wasser- und Infrastrukturministerium am Donnerstag.

Textgröße ändern: