Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Vielen Deutschen ist noch nicht so richtig nach Weihnachten zumute

Umfrage: Vielen Deutschen ist noch nicht so richtig nach Weihnachten zumute


Umfrage: Vielen Deutschen ist noch nicht so richtig nach Weihnachten zumute
Umfrage: Vielen Deutschen ist noch nicht so richtig nach Weihnachten zumute / Foto: ©

Die wieder zunehmenden Einschränkungen wegen der steigenden Coronainfektionen trüben die Vorfreude aufs Fest und aufs Einkaufen dafür. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsberatungsgesellschaft EY sagten 53 Prozent, die Vorfreude aufs Weihnachtsshopping sei dadurch getrübt, dass Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. 30 Prozent der Befragten wollen lieber online einkaufen als in stationären Geschäften. Beim Schenken und Feiern will die Mehrheit auf Nachhaltigkeit achten.

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Laut EY-Umfrage wollen die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt 273 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben - das sind drei Prozent weniger als in den beiden Vorjahren. Mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) sagten, sie wollten auf Nachhaltigkeit achten - etwa indem sie Verpackungs- und Geschenkmaterial sparen, regionale Lebensmittel einkaufen und bei Elektronikgeräten die höchste Effizienzklasse wählen.

"Nachhaltige und vor Ort hergestellte Produkte sind verstärkt ins Bewusstsein der Bundesbürger gerückt. Sie wählen inzwischen ihre Einkäufe auch danach aus, ob diese der Umwelt schaden oder von lokalen Händlern stammen", sagte Klaus Ballas, Leiter Konsumgüter und Handel bei EY. Zudem wollten Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl das Shoppingerlebnis vor Ort als auch die schnelle und unkomplizierte Auswahl im Internet. 35 Prozent sagten, sie wollten sowohl online als auch stationär einkaufen.

Der Vertrieb per Internet lag mit einem Durchschnittsbudget von 117 Euro in der Befragung dieses Jahr erstmals vorn - vor Fachgeschäften und Kaufhäusern. Die Pandemie habe dem Online-Shopping nochmal einen kräftigen Schub gegeben, sagte Ballas.

Am Onlinekauf schätzen 66 Prozent der Befragten in erster Linie, dass die Geschäftszeiten wegfallen. 57 Prozent finden insbesondere gut, dass sie die vollen Innenstädte meiden können. Der Gesundheitsschutz dagegen - vor einem Jahr noch von 62 Prozent genannt - ist aktuell nur noch für 39 Prozent ausschlaggebend.

Wegen der Nachrichten über Rohstoffknappheit, Halbleitermangel und Transportprobleme machen sich der Umfrage zufolge 30 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher Sorgen und wollen ihre Weihnachtseinkäufe deshalb vorziehen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) geht davon aus, dass die Geschenke deshalb teurer sein werden.

EY befragte Anfang November 1500 erwachsene Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.

(A.Stefanowych--DTZ)

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