Deutsche Tageszeitung - Studie: Deutsche gaben 2020 pro Kopf rund 800 Euro für Online-Shopping aus

Studie: Deutsche gaben 2020 pro Kopf rund 800 Euro für Online-Shopping aus


Studie: Deutsche gaben 2020 pro Kopf rund 800 Euro für Online-Shopping aus
Studie: Deutsche gaben 2020 pro Kopf rund 800 Euro für Online-Shopping aus / Foto: ©

Verbraucher in Deutschland haben einer Erhebung zufolge im Jahr 2020 im Schnitt 813 Euro pro Kopf beim Online-Shopping ausgegeben. In den Landkreisen Starnberg, München, dem Hochtaunuskreis sowie der Stadt München waren die durchschnittlichen Ausgaben mit rund 1000 Euro pro Kopf deutschlandweit am höchsten, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) am Donnerstag erklärte. Insgesamt wurden 2020 in Deutschland im Onlinehandel demnach 72,8 Milliarden Euro Umsatz gemacht.

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Für die Studie analysierten die Forscher der BBSR Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Daten basieren auf zwei verschiedenen GfK-Verbraucherpanels. Diese umfassen insgesamt 30.000 Haushalte und 40.000 Menschen.

Aufgrund der Corona-Pandemie stieg die jährliche Zuwachsrate des Onlinehandels laut BBSR im Jahr 2020 deutlich an: Im Zeitraum 2014 bis 2019 lag sie zwischen neun und zwölf Prozent. Jm Jahr 2020 erreichte sie 23 Prozent.

Deutlich weniger Geld als die Menschen in Süddeutschland gaben Verbraucherinnen und Verbraucher in den kreisfreien Städten Herne und Pirmasens beim Online-Shopping aus. Hier lagen die durchschnittlichen Ausgaben bei weniger als 650 Euro pro Kopf. Insgesamt gaben insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner von Großstädten und deren Umland mehr Geld im Internet aus. In strukturschwachen Städten und Landkreisen waren die Ausgaben hingegen eher gering.

"Wo die Menschen über ein höheres Einkommen verfügen, geben sie auch mehr Geld für den Online-Einkauf aus", erklärte die Autorin der BBSR-Studie, Andrea Jonas. Unterschiede ergaben sich demnach auch mit Blick auf die verkauften Waren. Während die Bewohnerinnen und Bewohner kreisfreier Städte wie Kaiserslautern, Pirmasens und Herne vergleichsweise wenig Kleidung im Internet bestellten, wurden dort überdurchschnittlich viele Lebensmittel im Internet bestellt.

Auch für Lebensmittel gaben die Menschen in Süddeutschland jedoch am meisten Geld aus: Mit etwa 60 Euro je Einwohner waren die Ausgaben in München in dieser Kategorie am höchsten, es folgten Frankfurt am Main, Regensburg, Berlin und Hamburg mit etwa 50 Euro je Einwohner. In ländlichen Regionen sowohl in Bayern als auch in einzelnen ostdeutschen Kreisen bestellten die Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen besonders viele Waren bei Baumärkten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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