Deutsche Tageszeitung - Chinas Ausfuhren treiben Handelsüberschuss 2021 auf neuen Rekordwert

Chinas Ausfuhren treiben Handelsüberschuss 2021 auf neuen Rekordwert


Chinas Ausfuhren treiben Handelsüberschuss 2021 auf neuen Rekordwert
Chinas Ausfuhren treiben Handelsüberschuss 2021 auf neuen Rekordwert / Foto: ©

China hat seine Ausfuhren im vergangenen Jahr drastisch gesteigert und damit einen Rekord-Außenhandelsüberschuss erzielt. Die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wuchsen 2021 um 29,9 Prozent zum Vorjahr, wie der Zoll am Freitag mitteilte. Angetrieben wurden die Exporte von einer starken weltweiten Nachfrage nach medizinischen Produkten im Kampf gegen die Pandemie, wie etwa Masken, und nach elektronischen Gütern, zum Beispiel Computern für das Homeoffice.

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China, wo das Coronavirus 2019 erstmals nachgewiesen worden war, hatte in der Zeit danach eine äußerst strikte Politik im Kampf gegen die Pandemie verfolgt. Die dortigen Fabriken konnten vergleichsweise früh wieder öffnen und ihre Produktion hochfahren, um die wachsende globale Nachfrage zu bedienen.

Im Jahr 2020 waren die chinesischen Exporte lediglich um 3,6 Prozent gestiegen. Der Zoll warnte bei der Vorstellung der Zahlen am Freitag vor überhöhten Erwartungen. Auch China sehe sich zu Beginn des neuen Jahres gleich mehreren Herausforderungen ausgesetzt, darunter einer möglicherweise sinkenden Nachfrage und Lieferproblemen. Experten gehen ebenfalls davon aus, dass mit Abflauen der Pandemie vor allem die Nachfrage nach medizinischer Ausrüstung zurückgeht.

Die Importe nach China legten im vergangenen Jahr ebenfalls kräftig um 30,1 Prozent zum Vorjahr zu. 2020 waren die Einfuhren noch um 1,1 Prozent zurückgegangen. Der Exportüberschuss - die Differenz zwischen Exporten und Importen - stieg den Angaben zufolge auf einen neuen Rekord von umgerechnet gut 590 Millionen Euro.

Von AFP befragte Experten rechnen damit, dass Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr um acht Prozent gewachsen ist. Das wäre der höchste Anstieg seit 2012. Offizielle Zahlen dazu sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

(O.Tatarinov--DTZ)

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