Deutsche Tageszeitung - Wirtschaft dringt auf Reform des dualen Studiums

Wirtschaft dringt auf Reform des dualen Studiums


Wirtschaft dringt auf Reform des dualen Studiums
Wirtschaft dringt auf Reform des dualen Studiums / Foto: © AFP/Archiv

Wirtschaftsverbände haben sich für den Ausbau und eine Reform des dualen Studiums ausgesprochen. Der Vize-Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, forderte im "Handelsblatt" laut Bericht vom Sonntag "bundesweite Qualitätskriterien, die für alle Beteiligten Transparenz und Vergleichbarkeit herstellen". Um das praxisnahe Studium zu verbessern, sei eine "umfassende Theorie-Praxis-Verzahnung und eine strukturierte Kooperation zwischen Hochschule und Betrieb nötig".

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Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks fordert, das duale Studium bundesweit einheitlicher zu gestalten. "Gerade für Klein- und Kleinstbetriebe des Handwerks sind die Regeln auf Landesebene häufig unübersichtlich und schwer zu durchdringen", sagte eine Verbandssprecherin der Zeitung. Einheitlichere Regeln würden helfen, "dass das duale Studium für die Nachwuchssicherung im Handwerk eine noch größere Rolle spielen könnte".

Aktuell gibt es rund 122.000 dual Studierende, das sind 4,6 Prozent aller Studierenden. "Die hohen Übernahme- und niedrigen Abbrecherquoten unterstreichen die Praxisrelevanz und Qualität dieses Erfolgsmodells“, sagte eine Sprecherin der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände BDA dem "Handelsblatt". Das duale Studium sei "ein wichtiges Instrument zur Fachkräftesicherung und -bindung, ein weiterer Ausbau ist daher sinnvoll".

Ein duales Studium besteht aus einem Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie mit integrierter Berufsausbildung beziehungsweise Praxisphasen in einem Unternehmen. Von klassischen Studiengängen unterscheidet es sich vor allem durch einen höheren Praxisbezug.

(M.Dorokhin--DTZ)

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