Deutsche Tageszeitung - Privates Spendenvolumen im März um 163 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen

Privates Spendenvolumen im März um 163 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen


Privates Spendenvolumen im März um 163 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen
Privates Spendenvolumen im März um 163 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Im ersten vollständigen Monat des russischen Kriegs gegen die Ukraine ist das private Spendenvolumen um 163 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Insgesamt spendeten im März 8,75 Millionen Menschen 912 Millionen Euro, wie der Deutsche Spendenrat am Dienstagabend mitteilte. Gegenüber den durch die Coronapandemie hinsichtlich der Spendenentwicklung stark positiv geprägten Vorjahresmonaten war dies dem Spendenrat zufolge eine "deutliche Steigerung". So wurden im März 2020 352 Millionen Euro und im März 2021 347 Millionen Euro gespendet.

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Das durchschnittliche Volumen eines Spendenakts betrug im März dieses Jahres 61 Euro gegenüber 36 Euro im Vorjahresmonat. Das durchschnittliche Spendenvolumen pro Spenderin und Spender betrug 104 Euro, im Vorjahresmonat waren es 65 Euro.

"Besonders beachtenswert" ist laut Spendenrat auch, dass die im März 2022 gespendete Summe durch 8,75 Millionen Menschen aufgebracht wurden. Im März 2020 waren es im Vergleich dazu "lediglich" 5,32 Millionen und im März 2021 5,36 Millionen Spenderinnen und Spender. Damit stieg der Anteil der Spendenden in der deutschen Bevölkerung von rund acht Prozent in den Vorjahresmonaten 2020 und 2021 auf über 13 Prozent im März 2022.

Auch mit Blick auf das gesamte erste Quartal 2022 bleibt es laut Spendenrat bei dem "herausragenden" Spendenergebnis. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 1,775 Milliarden Euro gespendet. Dies ist demnach gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal eine Steigerung um 624 Millionen Euro beziehungsweise 54,2 Prozent.

Dem Verein zufolge sind der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Folgen für die dortige Bevölkerung ganz offensichtlich Treiber dieser Entwicklung. "Die deutsche Gesellschaft zeigt eine atemberaubende Demonstration an Solidarität gegenüber den vom Krieg betroffenen Menschen", erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats, Max Mälzer.

Die Auswertung basiert den Angaben zufolge auf einer kontinuierlichen schriftlichen Erhebungen bei einer repräsentativen Stichprobe von zehntausend Panelteilnehmenden. Diese nimmt das Institut GfK im Auftrag des Spendenrats vor.

(A.Nikiforov--DTZ)

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