Deutsche Tageszeitung - BDI: Niedrigwasser bedroht Versorgungssicherheit der Industrie

BDI: Niedrigwasser bedroht Versorgungssicherheit der Industrie


BDI: Niedrigwasser bedroht Versorgungssicherheit der Industrie
BDI: Niedrigwasser bedroht Versorgungssicherheit der Industrie / Foto: © AFP

Die stetig sinkenden Pegelstände in deutschen Flüssen bedrohen laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Versorgungssicherheit deutscher Unternehmen. "Die Unternehmen stellen sich auf das Schlimmste ein", erklärte am Dienstag der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch. Es sei "nur eine Frage der Zeit" bis einzelne Unternehmen die Produktion drosseln oder einstellen müssten - dann drohe in den Betrieben Kurzarbeit.

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"Binnenschiffe fahren, wenn überhaupt, zurzeit mit minimaler Auslastung", erläuterte Lösch. Ein Umstieg auf die Schiene oder die Straße sei aufgrund fehlender Kapazitäten und Fachkräfte ebenfalls nur schwer umsetzbar. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Anlagen in der chemischen oder Stahlindustrie abgeschaltet werden, Mineralöle und Baustoffe ihr Ziel nicht erreichen oder Großraum- und Schwertransporte nicht mehr durchgeführt werden können."

Auch die ohnehin angespannte Lage bei der Energieversorgung werde durch das "enorme Niedrigwasser" weiter verschärft. So sei der Transport von Kohle, mit der die Verstromung von Gas kurzfristig ersetzt werden soll, abhängig von der Binnenschifffahrt. Auch die Kraftstoffversorgung sei abhängig vom Transport über Wasserstraßen, erklärte der BDI weiter.

In Zukunft würden lang anhaltende Trockenperioden "nicht mehr nur Ausnahmen, sondern die Regel" sein, warnte Lösch. Er forderte deshalb ein "engmaschiges Monitoring" der Situation und eine "frühzeitige Reaktion auf drohende Engpässe auf den Wasserstraßen".

(A.Stefanowych--DTZ)

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