Deutsche Tageszeitung - Krankenstand erreicht 2022 Rekordhoch

Krankenstand erreicht 2022 Rekordhoch


Krankenstand erreicht 2022 Rekordhoch
Krankenstand erreicht 2022 Rekordhoch / Foto: © AFP

Der Krankenstand für dieses Jahr hat unter den bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen bereits Anfang Dezember ein Rekordhoch erreicht. Mit 5,14 Prozent liege der Krankenstand rund 29 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die TK am Donnerstag mitteilte - und das ohne die Krankmeldungen für den gesamten Dezember.

Textgröße ändern:

Der Krankenstand ist der Anteil der Fehltage an der Sollarbeitszeit. Die TK ist die gesetzliche Krankenkasse mit den meisten Versicherten in Deutschland.

Nach ihren Angaben lag der Krankenstand im vergangenen Jahr bei 3,98 Prozent. Der bisherige Höchststand für ein Gesamtjahr wurde 2018 mit 4,25 Prozent verzeichnet. Bereits die vorläufigen Zahlen für dieses Jahr liegen demnach 21 Prozent über dem Rekordwert.

"Hauptgrund für den deutlichen Anstieg der Fehlzeiten in diesem Jahr sind Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten", erklärte TK-Chef Jens Baas. "Auffällig ist, dass die Erkältungswellen auch in saisonal untypischen Zeiträumen mit ungewöhnlichen Hochständen eine große Rolle gespielt haben - hauptsächlich im Juli und Oktober."

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Bundesgerichtshof kippt Preiserhöhung bei Amazon Prime

Die Erhöhung der Preise für Amazon-Prime-Abos von 2022 ist unwirksam. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied am Donnerstag, dass die entsprechenden Bestimmungen nicht transparent genug waren. Eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte damit Erfolg. (Az. III ZR 205/25)

Hohe Dieselpreise: US-Regierung macht Druck auf Europäer

Um die hohen Dieselpreise zu senken, machen die USA Druck auf die Europäer. Ein US-Regierungsmitarbeiter sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Washington, es sei "im Interesse Europas, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten". Medienberichten zufolge will die Regierung von Präsident Donald Trump erreichen, dass große EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich ihre Dieselreserven freigeben.

Frankreich bringt Gesetz zu sexualisierter Gewalt auf den Weg

Sexueller Missbrauch soll in Frankreich künftig konsequenter geahndet werden als bisher. Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag mit der Debatte eines Gesetzentwurfs begonnen, der den Kampf gegen sexualisierte Gewalt stärken soll - von der Vorbeugung bis zur Wiedergutmachung. Auslöser des Gesetzes war der Fall der elf Jahre alten Lyhanna, die im Juni von einem Mann getötet worden war, gegen den mehrere Missbrauchsanzeigen vorlagen, die folgenlos geblieben waren.

Strompreise dürften leicht steigen: Übertragungsnetzentgelte werden 2027 angehoben

Die Strompreise in Deutschland dürften zum Jahreswechsel leicht steigen: Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber teilten am Donnerstag mit, dass die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte voraussichtlich von aktuell 2,86 Cent auf 3,54 Cent im Jahr 2027 angehoben werden. Das Vergleichsportal Verivox rechnet mit nur einer leichten Steigerung der Stromkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher von 1,0 Prozent - je nach Wohnort könne sich der Anstieg aber sehr unterschiedlich auf die Stromrechnung auswirken.

Textgröße ändern: