Deutsche Tageszeitung - Mehr als 1000 Marken nutzen inzwischen Nährwertampel Nutri-Score

Mehr als 1000 Marken nutzen inzwischen Nährwertampel Nutri-Score


Mehr als 1000 Marken nutzen inzwischen Nährwertampel Nutri-Score
Mehr als 1000 Marken nutzen inzwischen Nährwertampel Nutri-Score / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland verkaufen mittlerweile 640 Lebensmittelunternehmen mehr als 1000 Marken mit der Nährwertkennzeichnung Nutri-Score. Damit habe die Zahl der für den Nutri-Score registrierten Marken erstmals einen vierstelligen Bereich erreicht, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) unter Berufung auf das Bundes-Landwirtschaftsministerium.

Textgröße ändern:

Bundesernährungsminister Cem Özdemir (Grüne) will die Kennzeichnung dem Bericht zufolge noch weiterentwickeln: "Am Regal muss der Griff zum gesünderen Produkt die einfache Wahl sein. Der Nutri-Score bietet dabei eine gute Orientierung, die wir in Zukunft auf wissenschaftlicher Grundlage noch aussagekräftiger machen wollen", sagte der Grünen-Politiker den Funke-Zeitungen. Gemeinsam mit anderen europäischen Partnern setze er sich zudem für die Einführung eines EU-weiten Nutri-Scores ein.

Seit mehr als zwei Jahren können Unternehmen in Deutschland die Nutri-Score-Nährwertkennzeichnung für ihre Produkte nutzen. Die fünfstufige Farb-Buchstabenkombination der Nährwert-Ampel, die auf Verpackungen aufgedruckt wird, reicht von einem grünen A bis zum roten E. Sie soll es Verbrauchern auch möglich machen, verschiedene Produkte innerhalb einer Produktgruppe miteinander zu vergleichen. Ungünstig ist die Bewertung, wenn zu viele Fette, Zucker oder Salz in einem Lebensmittel enthalten sind.

Der Nutri-Score wurde von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelt. Die Kennzeichnung wird bislang in Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg und in der Schweiz verwendet.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Bundesgerichtshof kippt Preiserhöhung bei Amazon Prime

Die Erhöhung der Preise für Amazon-Prime-Abos von 2022 ist unwirksam. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied am Donnerstag, dass die entsprechenden Bestimmungen nicht transparent genug waren. Eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte damit Erfolg. (Az. III ZR 205/25)

Hohe Dieselpreise: US-Regierung macht Druck auf Europäer

Um die hohen Dieselpreise zu senken, machen die USA Druck auf die Europäer. Ein US-Regierungsmitarbeiter sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Washington, es sei "im Interesse Europas, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten". Medienberichten zufolge will die Regierung von Präsident Donald Trump erreichen, dass große EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich ihre Dieselreserven freigeben.

Frankreich bringt Gesetz zu sexualisierter Gewalt auf den Weg

Sexueller Missbrauch soll in Frankreich künftig konsequenter geahndet werden als bisher. Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag mit der Debatte eines Gesetzentwurfs begonnen, der den Kampf gegen sexualisierte Gewalt stärken soll - von der Vorbeugung bis zur Wiedergutmachung. Auslöser des Gesetzes war der Fall der elf Jahre alten Lyhanna, die im Juni von einem Mann getötet worden war, gegen den mehrere Missbrauchsanzeigen vorlagen, die folgenlos geblieben waren.

Strompreise dürften leicht steigen: Übertragungsnetzentgelte werden 2027 angehoben

Die Strompreise in Deutschland dürften zum Jahreswechsel leicht steigen: Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber teilten am Donnerstag mit, dass die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte voraussichtlich von aktuell 2,86 Cent auf 3,54 Cent im Jahr 2027 angehoben werden. Das Vergleichsportal Verivox rechnet mit nur einer leichten Steigerung der Stromkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher von 1,0 Prozent - je nach Wohnort könne sich der Anstieg aber sehr unterschiedlich auf die Stromrechnung auswirken.

Textgröße ändern: