Deutsche Tageszeitung - US-Umweltbehörde stoppt Gold- und Kupferminenprojekt in Alaska

US-Umweltbehörde stoppt Gold- und Kupferminenprojekt in Alaska


US-Umweltbehörde stoppt Gold- und Kupferminenprojekt in Alaska
US-Umweltbehörde stoppt Gold- und Kupferminenprojekt in Alaska / Foto: © GETTY IMAGES/AFP/Archiv

Die US-Umweltbehörde EPA hat ein umstrittenes Vorhaben für eine riesige Gold- und Kupfermine im Bundesstaat Alaska gestoppt. Die EPA begründete ihr Vorgehen am Dienstag mit einem Wasserschutzgesetz und argumentierte, die für ihre Wildlachs-Vorkommen bekannte Bucht Bristol Bay müsse "geschützt" werden.

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EPA-Chef Michael Regan erklärte, die Bristol Bay im Südwesten Alaskas sei "das produktivste Wildlachs-Ökosystem der Welt". Die Bucht habe deswegen eine große wirtschaftliche Bedeutung, garantiere Arbeitsplätze und habe "bedeutenden ökologischen und kulturellen Wert für die Region". Laut der Umweltschutzbehörde hätten Abwässer der geplanten Pebble-Mine negative Auswirkung auf Fischerei-Gebiete.

Umweltschützer, Fischer und Ureinwohner stemmen sich schon seit langer Zeit gegen die geplante Mine. Aus der Bristol Bay stammt rund die Hälfte des weltweit gefischten Rotlachses, der auch als Sockeye-Wildlachs bekannt ist. Die Fischerei-Industrie beschäftigt in der Region rund 15.000 Menschen. Zugleich sollen sich in der Region Vorkommen von Gold und Kupfer im Wert von hunderten von Milliarden Dollar befinden.

Der kanadische Bergbaukonzern Northern Dynasty Minerals, der die Pebble-Mine plant, kritisierte am Dienstag die Entscheidung der EPA und kündigte rechtliche Schritte an. Das Vorgehen der Behörde sei "illegal und beispiellos", erklärte der Projektträger Pebble Partnership. "Der nächste Schritt wird wahrscheinlich sein, rechtliche Schritte gegen diese Ungerechtigkeit zu ergreifen."

(N.Loginovsky--DTZ)

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