Deutsche Tageszeitung - IW Köln fordert bessere Investitionsbedingungen angesichts der Krise

IW Köln fordert bessere Investitionsbedingungen angesichts der Krise


IW Köln fordert bessere Investitionsbedingungen angesichts der Krise
IW Köln fordert bessere Investitionsbedingungen angesichts der Krise / Foto: © AFP/Archiv

Die Experten des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) fordern angesichts magerer Konjunkturaussichten verbesserte Bedingungen für Investitionen. "Wenn Investitionen zu lange ausbleiben, droht eine strukturelle Schädigung der ganzen Volkswirtschaft", erklärte IW-Ökonom Michael Grömling. Die Politik müsse nun dringend aktiv werden.

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In seiner am Montag vorgestellten Konjunkturprognose erwartet das IW für 2023 nur ein leichtes Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,25 Prozent. "Die Wirtschaft hat die Krise besser bewältigt, als wir es im vergangenen Jahr hätten hoffen können", erklärte Grömling. Eine "große Erholung" werde es zunächst dennoch nicht geben.

Die Experten verweisen auf die weiterhin hohen Preise, das gestiegene Zinsniveau und geopolitische Unsicherheiten. Die Energiepreise schwankten zwar nicht mehr so stark, lägen aber "immer noch ein Vielfaches über denen der Vorkrisenzeit. Das treibt die Inflation an." Für 2023 sei mit einer Inflation von sechs Prozent zu rechnen.

In diesem Kontext werde voraussichtlich auch die Zinspolitik der Zentralbanken gestrafft bleiben, erklärte das IW weiter. "Gestiegene Finanzierungskosten verteuern deshalb Investitionen noch mehr."

Grömling verwies auf einen "Investitionsstau" in Deutschland noch aus den Corona-Jahren. Langfristig sei dies gefährlich. "Steuerlast, Energiekosten und Fachkräftemangel sind schon heute Wettbewerbsnachteile für die deutsche Wirtschaft. Wir müssen zusehen, dass nicht noch Weitere dazukommen."

Im Detail bekommt laut IW besonders die Bauwirtschaft die konjunkturellen Probleme zu spüren. Für 2023 gehen die Experten vom dritten Rezessionsjahr in Folge aus. "Die Bauinvestitionen geben um drei Prozent nach", beim Wohnungsbau sogar um 3,5 Prozent.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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