Deutsche Tageszeitung - Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet

Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet


Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet
Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet / Foto: © AFP/Archiv

Der Arbeitsmarkt dürfte sich in nächster Zeit weiterhin gut entwickeln. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg im März den fünften Monat infolge an, wie das Nürnberger Institut am Mittwoch mitteilte. "Der Arbeitsmarkt zieht weiter an, die Wirtschaft lässt die Energiekrise Schritt für Schritt hinter sich", erklärte der IAB-Forscher Enzo Weber.

Textgröße ändern:

Der Frühindikator zur Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit lag demnach im März bei 103,4 Punkten - 0,3 Punkte höher als im Februar und klar über der neutralen Marke von 100. Besonders die Beschäftigungskomponente stieg deutlich um 0,6 Punkte auf 105,5 "und zeigt ein deutliches Wachstum der Beschäftigung an", wie das IAB erklärte.

Die Prognose zur Arbeitslosigkeit sei hingegen unverändert bei 101,3 Punkten geblieben. "Damit liegt sie im positiven Bereich, im Vergleich zur Beschäftigung aber deutlich schwächer." Die Forscher nennen als Grund vor allem die vielen Geflüchteten aus der Ukraine, die zwar grundsätzlich die Beschäftigung in Deutschland erhöhen, kurzfristig aber auch zur Arbeitslosigkeit beitragen.

Außerdem habe die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. "In der Coronakrise hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich erhöht und seit 2021 geht sie trotz hohen Arbeitskräftebedarfs nur langsam zurück", erklärte Weber.

Auch der europäische Arbeitsmarkt entwickelt sich laut IAB weiter gut: Das European Labour Market Barometer verzeichnete den dritten Anstieg in Folge. Mit einem Zuwachs von 1,0 Punkten entwickelte es sich dynamischer als das deutsche, mit 101,8 Punkten liegt es aber weiterhin klar darunter. "Die Arbeitsmärkte in Europa rappeln sich ebenso aus der Energiekrise", erklärte Weber. Insbesondere in den östlichen Ländern gebe es gute Entwicklungen.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Künstliche Intelligenz: Tech-Chefs zu Gespräch mit Trump eingetroffen

Die Chefs der großen US-Tech-Konzerne sind zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump am Weißen Haus eingetroffen. Bei dem Arbeitsessen sollte es am Dienstag um eine mögliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) gehen, wie der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, mitteilte.

Französische Gewerkschaften: Mehr als 300.000 Menschen demonstrieren für höhere Löhne

Bei einem Protesttag für Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst sind in Frankreich nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag landesweit mehr als 300.000 Menschen auf die Straße gegangen. Dem Gewerkschaftsbund CGT zufolge demonstrierten in der Hauptstadt Paris 70.000 Menschen für höhere Löhne; in Marseille waren es 30.000. 11.000 protestierten demnach in Toulouse und 10.000 in Lille und Bordeaux.

Pistorius will 16 neue Airbus-Transportmaschinen vom Typ A400M kaufen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant den milliardenschweren Kauf von 16 neuen Maschinen des Transportflugzeugs A400M. Dazu führe sein Ministerium bereits sehr gute Gespräche mit dem Hersteller Airbus, sagte Pistorius am Dienstag in Bremen. Demnach verfügt die Bundeswehr bisher über 53 solche Maschinen. 16 von ihnen seien aber nur für logistische Einsätze ausgelegt und nicht für taktische Einsätze im Gefecht. Ihnen fehle etwa die nötige Raketenabwehr zum Selbstschutz.

Ölmagnat Dangote: Afrika wird bis 2030 bei Treibstoffen weitgehend autark sein

Der nigerianische Ölmagnat Aliko Dangote geht davon aus, dass Afrika bis 2030 seinen Bedarf an Kraftstoffen weitestgehend selbst decken wird. "Bis 2030 wird die Mehrheit der afrikanischen Länder autark sein", sagte der reichste Mann Afrikas am Dienstag in Nairobi der Nachrichtenagentur AFP. Am Mittwoch startet ein Großprojekt Dangotes: der Bau einer Raffinerie auf Lamu vor der kenianischen Küste.

Textgröße ändern: