Deutsche Tageszeitung - IWF erwartet 2023 Rückgang der deutschen Wirtschaft um 0,1 Prozent

IWF erwartet 2023 Rückgang der deutschen Wirtschaft um 0,1 Prozent


IWF erwartet 2023 Rückgang der deutschen Wirtschaft um 0,1 Prozent
IWF erwartet 2023 Rückgang der deutschen Wirtschaft um 0,1 Prozent / Foto: © AFP

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Deutschland dieses Jahr in der Rezession. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich um 0,1 Prozent schrumpfen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten IWF-Prognose. Bei der vorherigen Schätzung im Januar war der IWF noch von einem Wachstum um 0,1 Prozent ausgegangen.

Textgröße ändern:

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute schätzen die Lage anders ein. Sie hoben Anfang April ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr auf plus 0,3 Prozent an.

Für die Eurozone sagt der IWF jetzt ein Wachstum um 0,8 Prozent voraus, nach 0,7 Prozent im Januar. Für die Weltwirtschaft rechnet der Währungsfonds mit einem Wachstum um 2,8 Prozent, nach 2,9 Prozent bei der vorherigen Schätzung. Die chinesische Wirtschaft legt den früheren wie den aktuellen Zahlen zufolge um 5,2 Prozent zu.

Deutlich heraufgesetzt wurde die Prognose für Russland: Hier rechnet der IWF trotz der Kosten des Angriffs auf die Ukraine und der westlichen Sanktionen mit einem Plus von 0,7 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Januar.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Ölmagnat Dangote: Afrika wird bis 2030 bei Treibstoffen weitgehend autark sein

Der nigerianische Ölmagnat Aliko Dangote geht davon aus, dass Afrika bis 2030 seinen Bedarf an Kraftstoffen weitestgehend selbst decken wird. "Bis 2030 wird die Mehrheit der afrikanischen Länder autark sein", sagte der reichste Mann Afrikas am Dienstag in Nairobi der Nachrichtenagentur AFP. Am Mittwoch startet ein Großprojekt Dangotes: der Bau einer Raffinerie auf Lamu vor der kenianischen Küste.

Korridorsanierung Hannover-Berlin: Bahn verspricht "Investition, die sich auszahlt"

Die Deutsche Bahn verspricht sich "mehr Qualität, Zuverlässigkeit und Stabilität" durch die Korridorsanierung der wichtigen Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover. "Das ist eine gewaltige Aufgabe, aber eine Investition, die sich auszahlt", erklärte Wolfgang Weinhold, Programmleiter Korridorsanierung bei der DB Infrago. Für die umfassenden Bauarbeiten auf der über 220 Kilometer langen Strecke wird diese ab Freitag bis voraussichtlich Dezember 2027 voll gesperrt.

Klage wegen Rabatt-App von Lidl: Oberlandesgericht erklärt sich für nicht zuständig

Verbraucherschützer haben gegen die Rabatt-App von Lidl geklagt - das Brandenburgische Oberlandesgericht (OLG) wies die Klage am Dienstag allerdings ab. Es sei nicht zuständig, sagte eine Gerichtssprecherin. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte sich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gestützt - aber "den Regelungszweck Schutz von Verbraucherrechten haben wir hier nicht", sagte die Gerichtssprecherin. (Az UKI 2/25)

Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro - Zunahme aber schwächer

Das Geldvermögen der deutschen Haushalte ist auch im vergangenen Jahr weiter angewachsen - allerdings legte die Summe schwächer zu als im Vorjahr. Laut dem Global Wealth Report der Allianz nahm das Brutto-Geldvermögen der Deutschen 2025 um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu. 2024 hatte das Wachstum noch 7,4 Prozent betragen. Anders als weltweit war der Vermögenswachstum in Deutschland "überwiegend spargetrieben", teilte die Allianz am Dienstag mit.

Textgröße ändern: