Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung nicht so wichtig wie 2022

Umfrage: Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung nicht so wichtig wie 2022


Umfrage: Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung nicht so wichtig wie 2022
Umfrage: Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung nicht so wichtig wie 2022 / Foto: © AFP

Vielen Menschen in Deutschland ist das Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung einer Umfrage zufolge in diesem Jahr weniger wichtig als 2022. Nur 16 Prozent wollen in der Advents- und Weihnachtszeit auf funkelnde Sterne und Lichterketten verzichten, um Energie zu sparen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Energieversorgers Lichtblick zeigt. Noch vor einem Jahr war es jeder Dritte.

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Die Energiekrise habe sich im vergangenen Jahr auf das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgewirkt - "in diesem Jahr scheint sie nur noch einen geringen Einfluss darauf zu haben", erklärte Lichtblick. Demnach wird dieses Jahr ein neuer Rekord an Weihnachtslämpchen aufgestellt: 21,8 Milliarden Leuchtmittel strahlen in Wohnungen, an Hausfassaden und in Gärten. 2022 waren es 19,9 Milliarden.

Damit geht auch der Stromverbrauch in der Weihnachtszeit merklich nach oben: Insgesamt verbrauchen die Leuchtmittel vom ersten Advent bis Weihnachten rund 622 Millionen Kilowattstunden Strom, wie Lichtblick berechnete. Das entspreche dem Jahresverbrauch einer Stadt mit 195.000 Haushalten. Zur Berechnung ging das Unternehmen davon aus, dass die Lampen sechs Stunden am Tag eingeschaltet bleiben. Positiv sei dabei der hohe Anteil (80 Prozent) sparsamer LED-Leuchten.

Auch in der Öffentlichkeit wünschen sich viele Menschen der Umfrage zufolge wieder leuchtenden Weihnachtsschmuck. 77 Prozent finden, dass Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt zur besinnlichen Zeit dazu gehört, 14 Prozent finden sie überflüssig und sind der Ansicht, dass dadurch Ressourcen wie Energie oder Geld verschwendet werden.

Die Umfrage fand in diesem Jahr zum 13. Mal statt. Yougov befragte dazu Ende August über 2000 Personen ab 18 Jahren.

(M.Dorokhin--DTZ)