Deutsche Tageszeitung - Spargelernte 2023 auf niedrigem Niveau - Auch Importe rückläufig

Spargelernte 2023 auf niedrigem Niveau - Auch Importe rückläufig


Spargelernte 2023 auf niedrigem Niveau - Auch Importe rückläufig
Spargelernte 2023 auf niedrigem Niveau - Auch Importe rückläufig / Foto: © AFP

Die Spargelernte ist im vergangenen Jahr auf niedrigem Niveau geblieben. In Deutschland wurden 111.900 Tonnen des Gemüses geerntet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das waren 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr, 2022 war die Erntemenge jedoch stark eingebrochen. Die Spargelimporte gingen im Jahresvergleich um zwei Prozent zurück.

Textgröße ändern:

"Eine Ursache für die vergleichsweise geringe Spargelernte dürfte der Rückgang der Anbaufläche sein", erklärte das Statistikamt. Mit 20.400 Hektar fiel diese demnach so gering aus wie zuletzt im Jahr 2014. Dennoch war Spargel im vergangenen Jahr weiterhin das Gemüse mit der größten Anbaufläche, gefolgt von Speisezwiebeln und Möhren.

Die heimische Erntemenge überstieg den Statistikern zufolge die Importe um das Sechsfache - und auch die Importe fallen zum Großteil in die Erntesaison in Deutschland: 86 Prozent der 19.300 Tonnen Importspargel wurden 2023 von März bis Juni eingeführt. Wichtigste Herkunftsländer waren Griechenland (28 Prozent), Spanien (27 Prozent) und Italien (18 Prozent), außerdem Mexiko und Peru. Nur 3200 Tonnen deutscher Spargel wurden exportiert.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

"Trassenrabatt": Nahverkehrsunternehmen fordern Unterstützung

Analog zum Tankrabatt der Bundesregierung fordern Schienenverkehrsunternehmen einen "Trassenrabatt". Mit den 800 Millionen Euro, die der Tankrabatt pro Monat koste, könne die Finanzlücke beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für zwei Jahre geschlossen werden, rechnete der Bundesverband Schienennahverkehr am Montag vor. "Vom SPNV profitieren dabei aber 2,75 Milliarden Fahrgäste pro Jahr."

Textgröße ändern: