Deutsche Tageszeitung - Bayer-Konzern macht im ersten Quartal acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr

Bayer-Konzern macht im ersten Quartal acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr


Bayer-Konzern macht im ersten Quartal acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr
Bayer-Konzern macht im ersten Quartal acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr / Foto: © AFP/Archiv

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im ersten Quartal acht Prozent weniger Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis belief sich auf 2,0 Milliarden Euro, wie das Leverkusener Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Agrargeschäft sowie bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten ging der Umsatz zurück, während der Pharmabereich zulegte.

Textgröße ändern:

Der Gesamtumsatz in den ersten drei Monaten des Jahres lag den Angaben zufolge bei 13,765 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Nach vorne blickend betätigte der Konzern seine um Währungseffekte bereinigte Prognose für das laufende Jahr.

Bayer kämpft seit der Übernahme des US-Agrochemie-Konzerns Monsanto mit einer Reihe von Problemen unter anderem wegen mehrerer Klagen gegen das Unternehmen in den USA. Seitens der Aktionäre kamen zunehmend Rufe nach einer Abspaltung des Agrargeschäfts. Trotz eines hohen Verlusts im vergangenen Jahr verfolgte Bayer diese Pläne aber nicht weiter.

Stattdessen ist eine organisatorische Neuaufstellung inklusive eines deutlichen Stellenabbaus geplant. "Wir konsolidieren Rollen, bauen Hierarchieebenen ab und schaffen Teams, die schlagkräftiger arbeiten können", erklärte Konzernchef Bill Anderson. "Dabei geht es um viel mehr als die Stellenanzahl oder Kosteneinsparungsziele. Es geht um unsere Innovationsfähigkeit, unser Wachstum und Verbesserungen für unsere Kunden."

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Italiens Regierungschefin kündigt Burka-Verbot an Schulen an

An italienischen Schulen sollen Burkas und Nikabs künftig verboten sein. Zudem solle die Anzahl von aus dem Ausland stammenden Schülerinnen und Schülern je Klasse begrenzt werden, sagte die ultrarechte Regierungschefin Giorgia Meloni am Sonntag bei einem Treffen der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d'Italia. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle in Kürze vom Regierungskabinett beraten werden.

Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister empfängt Chinas Vize-Regierungschef in New York

Wenige Tage vor dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA sind hochrangige Vertreter beider Regierungen zu Beratungen in New York zusammengetroffen. US-Finanzminister Scott Bessent empfing den chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng am Sonntag im Hauptsitz der US-Bank JPMorgan Chase. Der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Jamieson Greer, nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Er hoffe auf "umfassende und konstruktive Gespräche heute, die die Weichen für das Treffen unserer Präsidenten stellen werden", sagte Bessent.

Autoindustrie fordert von Gewerkschaften mehr Veränderungsbereitschaft

Mit Blick auf den von der IG Metall ausgerufenen Aktionstag am Montag fordert die Autoindustrie von den Arbeitnehmervertretern mehr Veränderungsbereitschaft. Wer sich dem trotz der aktuellen Krise verweigere, "verleugnet die Realität", schrieb die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Sonntag). Der internationale Wettbewerb erfordere Veränderungen von allen.

EY: Deutsche Autokonzerne im Sinkflug

Mit der deutschen Autoindustrie geht es weiter bergab. Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma EY attestiert den deutschen Herstellern entgegen dem Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug". Demnach bricht Volkswagen, BMW und Mercedes weiterhin weitgehend ungebremst das wichtige China-Geschäft weg.

Textgröße ändern: