Deutsche Tageszeitung - Kühler Sommer und hohe Preise ließen pro-Kopf-Konsum von Eis 2023 sinken

Kühler Sommer und hohe Preise ließen pro-Kopf-Konsum von Eis 2023 sinken


Kühler Sommer und hohe Preise ließen pro-Kopf-Konsum von Eis 2023 sinken
Kühler Sommer und hohe Preise ließen pro-Kopf-Konsum von Eis 2023 sinken / Foto: © AFP

Kühler Sommer, hohe Preise: Der Eiskonsum pro Kopf ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie am Dienstag mitteilte, lag er bei 7,9 Litern, nach 8,1 Litern im Jahr zuvor. Neben industriell hergestelltem Eis umfasst der Verbrauch auch Eis aus der Eisdiele sowie Softeis. Der Absatz von Speiseeis insgesamt betrug 543,7 Millionen Liter - 2,4 Prozent weniger als 2022.

Textgröße ändern:

Hauptursachen für den Rückgang waren laut dem Verband die verregneten Sommermonate Juli und August im vergangenen Jahr sowie die hohe Inflation. "Die Menschen hielten 2023 ihr Geld zusammen", erklärte der Verband. Die gestiegenen Preise auch für Speiseeis in Folge höherer Kosten für Rohstoffe, Energie, Logistik und Personal hatten indes ein hohes Umsatzplus zur Folge: Der Umsatz stieg deutlich um 10,5 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro.

Die Lage hatte auch Folgen dafür, wo und wie die Deutschen ihr Eis aßen. Dem Verband zufolge gingen der Absatz sowohl von Speiseeis in der Gastronomie als auch von Eis an Tankstellen, Bahnhöfen oder in Schwimmbädern zurück. Gestiegen ist hingegen der Verkauf von Multipackungen. Mit 497 Millionen Litern verzehrten die Deutschen damit den mit Abstand größten Teil des Speiseeises "zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon".

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Italiens Regierungschefin kündigt Burka-Verbot an Schulen an

An italienischen Schulen sollen Burkas und Nikabs künftig verboten sein. Zudem solle die Anzahl von aus dem Ausland stammenden Schülerinnen und Schülern je Klasse begrenzt werden, sagte die ultrarechte Regierungschefin Giorgia Meloni am Sonntag bei einem Treffen der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d'Italia. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle in Kürze vom Regierungskabinett beraten werden.

Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister empfängt Chinas Vize-Regierungschef in New York

Wenige Tage vor dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA sind hochrangige Vertreter beider Regierungen zu Beratungen in New York zusammengetroffen. US-Finanzminister Scott Bessent empfing den chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng am Sonntag im Hauptsitz der US-Bank JPMorgan Chase. Der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Jamieson Greer, nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Er hoffe auf "umfassende und konstruktive Gespräche heute, die die Weichen für das Treffen unserer Präsidenten stellen werden", sagte Bessent.

Autoindustrie fordert von Gewerkschaften mehr Veränderungsbereitschaft

Mit Blick auf den von der IG Metall ausgerufenen Aktionstag am Montag fordert die Autoindustrie von den Arbeitnehmervertretern mehr Veränderungsbereitschaft. Wer sich dem trotz der aktuellen Krise verweigere, "verleugnet die Realität", schrieb die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Sonntag). Der internationale Wettbewerb erfordere Veränderungen von allen.

EY: Deutsche Autokonzerne im Sinkflug

Mit der deutschen Autoindustrie geht es weiter bergab. Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma EY attestiert den deutschen Herstellern entgegen dem Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug". Demnach bricht Volkswagen, BMW und Mercedes weiterhin weitgehend ungebremst das wichtige China-Geschäft weg.

Textgröße ändern: