Deutsche Tageszeitung - Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2023 weitgehend konstant

Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2023 weitgehend konstant


Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2023 weitgehend konstant
Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2023 weitgehend konstant / Foto: © AFP

Im vergangenen Jahr sind nahezu so viele neue Wohnungen gebaut worden wie im Vorjahr. 294.400 Wohnungen wurden fertiggestellt - 0,3 Prozent oder 900 weniger als 2022, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Damit ist das politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr weiterhin in weiter Ferne. Angesichts der Krise der Bauwirtschaft war aber mit noch schlechteren Zahlen gerechnet worden.

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Der Großteil der neuen Wohnungen (257.200) entstandt in Neubauten. Davon waren 69.900 Einfamilienhäuser. Hier gab es den Angaben zufolge einen klaren Rückgang um 9,3 Prozent. Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern stieg hingegen um 3,8 Prozent auf 23.800. In Mehrfamilienhäusern wurden 156.300 Neubauwohnungen geschaffen und damit 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem entstanden 7300 neue Wohnungen in Wohnheimen.

Auch wenn die Zahlen weniger schlecht ausfallen als erwartet, gibt es laut Bauwirtschaft keinen Anlass zur Freude, da die Zahl der Baugenehmigungen weiter sinkt. Über das Jahr 2023 gesehen wurden nur 259.600 Genehmigungen erteilt - 26,7 Prozent weniger als im Vorjahr. "Dadurch ging die als Bauüberhang bezeichnete Zahl bereits genehmigter, aber noch nicht fertiggestellter Wohnungen im Vorjahresvergleich erstmals seit dem Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr zurück", erklärten die Statistiker.

Grund für den Rückgang ist auch eine hohe Zahl erloschener Baugenehmigungen. "Im Jahr 2023 erloschen 22.700 Baugenehmigungen, nachdem im Jahr 2022 mit 22.800 erloschenen Baugenehmigungen der höchste Wert seit 2006 verzeichnet worden war", erklärte das Statistikamt. Auch die durchschnittliche Abwicklungsdauer - die Zeit von Genehmigungserteilung bis Fertigstellung der Wohnung - verlängerte sich weiter auf 24 Monate. 2020 waren es noch 20 Monate.

(P.Hansen--DTZ)

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