Deutsche Tageszeitung - Antrag im Bundestag: Unionsfraktion will leichteren Abschuss von Wölfen

Antrag im Bundestag: Unionsfraktion will leichteren Abschuss von Wölfen


Antrag im Bundestag: Unionsfraktion will leichteren Abschuss von Wölfen
Antrag im Bundestag: Unionsfraktion will leichteren Abschuss von Wölfen / Foto: © AFP/Archiv

Die Unionsfraktion im Bundestag dringt mit einem Antrag auf einen leichteren Abschuss von Wölfen in Deutschland. "Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie dem Vorschlag der EU-Kommission zur Herabstufung des Schutzstatus in der Berner Konvention zustimmt", sagte die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Anja Weisgerber (CSU), der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Der Wolf sei nicht vom Aussterben bedroht, "unsere Weidetierhaltung aber schon".

Textgröße ändern:

Der entsprechende Antrag geht kommende Woche ins Parlament. Er bezieht sich auf die Berner Konvention zum Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere, die wiederum drei Anhänge enthält. Der Wolf ist in Anhang II gelistet und fällt damit unter die streng geschützten Tierarten. Sie dürfen nicht gefangen oder getötet werden. Für CDU und CSU gehört der Wolf aber in Anhang III, der die geschützten Tierarten enthält. Auf sie darf Jagd gemacht werden.

Die Bund-Länder-Regelung zum sogenannten Schnellabschuss geht der Union nicht weit genug. Diese sei "ein reines Placebo und lässt die Weidetierhalter im Regen stehen", sagte Weisgerber der Zeitung. "Es reicht nicht, sich nur auf Problemwölfe zu fokussieren, wenn der Schaden schon passiert ist." Sie forderte "ein Wolfsmanagement, das die Zahl der Wölfe durch gezielte Bejagung begrenzt".

Der Vorschlag zur Absenkung des Schutzstatus für Wölfe wird im Bundesumweltministerium geprüft. Es gebe dazu viele offene rechtliche und fachliche Fragen, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der Zeitung.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Umfrage: Nur 22 Prozent der Jugendlichen glauben an bessere Zukunft

Nur eine Minderheit der Jugendlichen in Deutschland sieht das Land auf einem guten Weg. Laut einer am Dienstag in Gütersloh veröffentlichten Umfrage für die Liz-Mohn-Stiftung glauben nur 22 Prozent oder etwas mehr als ein Fünftel der befragten Zwölf- bis 18-Jährigen, dass die Zukunft hierzulande in drei Jahren besser sein wird als heute. Mit dem eigenen Leben ist eine knappe Mehrheit von 52 Prozent demnach aber zufrieden.

China kündigt "Antidumping"-Zölle auf Schweinefleisch aus der EU an

Im Handelskonflikt mit der Europäischen Union hat China angekündigt, ab Mittwoch "Antidumping"-Zölle auf Schweinefleisch aus der EU zu erheben. Die Zölle auf Schweinefleisch und dessen Nebenprodukte sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren 4,9 bis 19,8 Prozent betragen, wie das Handelsministerium in Peking am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei, dass Schweinefleischerzeugnisse aus der EU "gedumpt" worden seien, was der chinesischen Industrie "erheblichen Schaden" zugefügt habe.

US-Autobauer Ford will weniger E-Autos bauen und schreibt 19,5 Milliarden Dollar ab

Der US-Autobauer Ford hat seine Pläne für den Bau insbesondere größerer E-Autos deutlich zurückgeschraubt. Die Nachfrage nach diesen Autos sei deutlich geringer als erwartet, teilte das Unternehmen am Montag mit. Ford werde sich stattdessen auf den Bau von Hybriden und Benziner konzentrieren. Der Strategiewechsel kostet den Konzern demnach 19,5 Milliarden Dollar.

Minister Frei sieht Einigung mit SPD über Bürgergeldreform - Beschluss am Mittwoch

Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) sieht die Bedenken der Union gegen den Gesetzentwurf aus dem SPD-geführten Bundesarbeitsministerium zur Bürgergeldreform ausgeräumt. "Wir haben uns über alle offenen Punkte verständigen können", sagte Frei am Montag nach einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands in Berlin. Er gehe davon aus, dass die Reform am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden könne.

Textgröße ändern: