Deutsche Tageszeitung - Foodwatch kritisiert Danone für teilweisen Rückzug aus Nutri-Score

Foodwatch kritisiert Danone für teilweisen Rückzug aus Nutri-Score


Foodwatch kritisiert Danone für teilweisen Rückzug aus Nutri-Score
Foodwatch kritisiert Danone für teilweisen Rückzug aus Nutri-Score / Foto: © AFP/Archiv

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat die Entscheidung des Lebensmittelkonzerns Danone, Teile seines Sortiments nicht mehr mit dem Kennzeichnungssystem Nutri-Score zu versehen, kritisiert. Damit missachte der Konzern den Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher "nach einer leicht verständlichen Nährwertkennzeichnung", erklärte die Organisation am Freitag. Damit sei das Prinzip Freiwilligkeit bei der Kennzeichnung "gescheitert" - der Nutri-Score müsse "endlich verpflichtend europaweit eingeführt werden".

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Danone hatte am Mittwoch angekündigt, ab September dieses Jahres schrittweise die Kennzeichnung auf seinen trinkbaren Molkereiprodukten und Produkten auf pflanzlicher Basis zu entfernen. Eine Reihe von europäischen Ländern ist am Nutri-Score beteiligt, darunter Deutschland, weshalb die Danone-Produkte auch hierzulande die Kennzeichnung tragen.

Die fünfstufige Skala mit Farben und Buchstaben reicht von einem dunkelgrünen A für bis hin zu einem dunkelroten E und liefert einen Vergleich zwischen Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe. Zucker und Fett wirken sich zum Beispiel ungünstig auf die Bewertung aus, Ballaststoffe und der Anteil von Obst und Gemüse positiv.

Hintergrund der Entscheidung von Danone ist nun eine Änderung des Algorithmus durch ein wissenschaftliches Gremium. Wie das Bundesernährungsministerium ausführt, werden ab diesem Jahr zum Beispiel alle Lebensmittel, die getrunken werden können, der Kategorie "Getränke" zugeordnet - Trinkjoghurts und Pflanzendrinks gehören nun damit nicht mehr in die Kategorie der festen Lebensmittel.

Damit würde zum Beispiel der Joghurtdrink Actimel statt mit einem B nun mit einem E bewertet, auch Hafer- und Mandeldrinks werden schlechter bewertet, da sie in der Kategorie nun mit Wasser konkurrieren. "Aus Sicht von Foodwatch macht es absolut Sinn, dass zum Beispiel zuckrige Trinkjoghurts jetzt strenger bewertet werden", teilte die Verbraucherschutzorganisation allerdings mit. Solche Produkte seien keine Nahrungsmittel, sondern würden als "flüssige Snacks" konsumiert.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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